An den Finanzmärkten zeigte sich am Donnerstag eine leichte Abwärtsbewegung bei den Kursen deutscher Staatsanleihen. Der Euro-Bund-Future, als Richtschnur für die Marktstimmung, sank am Nachmittag marginal um 0,05 Prozent auf 132,87 Punkte. Im Gegenzug verharrte die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen bei 2,42 Prozent.
US-Präsident Donald Trumps Ankündigung von Importzöllen hinterließ am Anleihemarkt überraschend wenig Eindruck. Die geplanten 25-prozentigen Einfuhrzölle auf Produkte aus der Europäischen Union – darunter Autos und mehr – wurden als potenzielle Verhandlungsmasse interpretiert. Dabei ist eine baldige offizielle Ankündigung zu erwarten. Zeitgleich beunruhigten Nachrichten über bevorstehende Zölle auf Importe aus Mexiko, Kanada und China die Investoren in Europa und hinterließen ihre Spuren besonders an den Aktienmärkten. Diese Zölle sollen bereits am 4. März aktiviert werden.
Gemischte Konjunkturdaten aus den USA sorgten für einen zusätzlichen Informationsschub. Die Auftragseingänge langlebiger Güter stiegen im Januar zwar kräftiger als vorhergesagt, zeigten jedoch ein ungleichmäßiges Bild der Wirtschaftslage. Dagegen gab es bei den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe eine weniger erfreuliche Überraschung, denn diese sind in der letzten Woche merklich angestiegen.