27. Februar, 2025

Wirtschaft

Warnstreiks bei der Post: Briefkästen bleiben leer

Warnstreiks bei der Post: Briefkästen bleiben leer

Ein Warnstreik hat in dieser Woche breite Teile der Brief- und Paketzustellung beeinträchtigt. Etwa 4.500 Mitarbeiter in Zustellzentren bundesweit legten die Arbeit nieder, wodurch fünf Prozent der täglichen Brief- und Paketmengen zunächst nicht bearbeitet werden konnten. Das Bonner Unternehmen bestätigte, dass diese Rückstände in den kommenden Tagen aufgearbeitet werden sollen. Bereits zuvor, am Mittwoch, waren die Auswirkungen gravierender, als jedes vierte Paket unzugestellt blieb. Verdi rief gezielt zu Streiks in reinen Brief-Standorten und Verbundzustellungen auf, bei denen Postboten sowohl Briefe als auch Pakete ausliefern. Die Resonanz auf den Streikaufruf fiel regional unterschiedlich aus, einige Standorte blieben vom Ausstand sogar völlig verschont. Die Gewerkschaft verfolgt das Ziel, eine Erhöhung der Löhne um sieben Prozent in einem Tarifvertrag über zwölf Monate zu erreichen, der rund 170.000 Beschäftigte betreffen würde. Die Post, die ein Teil der DHL Group ist, bietet hingegen ein gestaffeltes Erhöhungsmodell über 27 Monate an, mit anfänglichen 1,8 Prozent und späteren weiteren 2,0 Prozent. Zusätzlich fordert Verdi drei zusätzliche Urlaubstage, wobei Mitglieder der Gewerkschaft sogar vier erhalten sollen. Das Unternehmen hingegen bietet lediglich einen Extra-Urlaubstag für jene an, die bislang weniger als 30 Tage im Jahr haben. Die bisherigen Verhandlungsrunden führten zu keiner Einigung, weshalb für Montag ein weiterer Verhandlungstag anberaumt wurde. In den letzten Wochen führte Verdi mehrfach Warnstreiks in verschiedenen Bereichen durch, was gelegentlich erhebliche Verzögerungen bei der Zustellung nach sich zog.