Der bekannte Baumaschinenhersteller Wacker Neuson setzt nach einem herausfordernden Jahr auf sein Sparprogramm, um wieder bessere Ergebnisse zu erzielen. Während das Unternehmen bei den Umsätzen aufgrund der Konjunkturschwäche Zurückhaltung übt, besteht die Hoffnung auf eine Belebung der Aufträge im späteren Jahresverlauf. Es wird erwartet, dass sich die Absatzmärkte stabilisieren und ab dem zweiten Quartal erholen, so der Vorstand unter der Führung von CEO Karl Tragl im jüngsten Geschäftsbericht. Zwar enttäuschte das operative Geschäft im letzten Quartal, dennoch blieb die Aktie, die im SDax notiert ist, nach einem bisher starken Jahresstart unter Druck.
Trotz eines Kursrückgangs zu Wochenmitte um rund vier Prozent, bleibt die Aktie seit Jahresbeginn mit einem Plus von etwa 40 Prozent im Aufwind. Analyst Martin Comtesse von Jefferies hebt sowohl die Herausforderungen als auch die Chancen hervor. Insbesondere der milliardenschwere Infrastrukturfonds in Deutschland könnte positive Effekte auf Wacker Neuson haben, was bereits Einfluss auf die jüngste Kursentwicklung hatte.
Unter der Leitung von Tragl plant das Unternehmen eine Erhöhung der operativen Marge (Ebit) auf 6,5 bis 7,5 Prozent, nachdem sie im Vorjahr von 10,3 auf 5,5 Prozent gesunken war. Obwohl der Umsatz um 16 Prozent auf 2,23 Milliarden Euro zurückging, soll er sich 2023 zwischen 2,1 und 2,3 Milliarden Euro stabilisieren. Das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr aufgrund der schwachen wirtschaftlichen Lage in Deutschland und Europa seine Prognosen zweimal nach unten korrigiert. Der Nettogewinn fiel um 62 Prozent auf 70,2 Millionen Euro und die Dividende soll von 1,15 Euro auf 60 Cent gesenkt werden.