Der Finanzdienstleister London Stock Exchange (LSE) hat im vergangenen Jahr ein solides Wachstum verzeichnet, wobei die Einnahmen um über sechs Prozent auf fast 8,5 Milliarden britische Pfund (10,3 Milliarden Euro) gestiegen sind. Das Unternehmen, ein bedeutender Wettbewerber der Deutschen Börse, meldete ein bereinigtes organisches Wachstum von 7,7 Prozent, ungeachtet von Übernahmen und Wechselkurseffekten. Konzernchef David Schwimmer zeigt sich zuversichtlich und prognostiziert für 2025 ein weiteres Umsatzwachstum zwischen 6,5 und 7,5 Prozent.
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg 2024 um nahezu zehn Prozent auf 4,15 Milliarden Pfund und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Diese erfreuliche Entwicklung führte bei konstanten Wechselkursen zu einer Margenverbesserung von 80 Basispunkten. Für das neue Jahr wird ein weiterer Margenzuwachs von 50 bis 100 Basispunkten erwartet.
Ein Wehmutstropfen bleibt jedoch: Der Gewinn je Aktie sank 2024 um 7,3 Prozent auf 128,8 Pence, belastet durch höhere Abschreibungen und Steuern. Dennoch plant LSE, die Gesamtdividende um 13 Prozent auf 130 Pence je Aktie anzuheben, mit einer weiteren Auszahlung von 89 Pence im Mai, nach der bereits geleisteten Zwischendividende von 41 Pence.
Trotz anfänglicher Sorge der Anleger über eine mögliche Wachstumsverlangsamung hat die LSE mit ihren Ergebnissen überzeugt. Analyst Matt Britzman von Hargreaves Lansdown hebt insbesondere das florierende Daten- und Analysegeschäft hervor, das auf anhaltend hohe Nachfrage seitens der Kunden trifft.
Der Aktienkurs der London Stock Exchange verzeichnete einen Anstieg von über drei Prozent auf 11.450 Pence, womit die Aktie im Stoxx 50 Europe eine Spitzenposition einnimmt. Nach einem jüngsten Rückschlag rückt nun das Erreichen des Rekordhochs wieder in greifbare Nähe.