Die renommierte Gamescom, die als weltweit größte Messe für Video- und Computerspiele gilt, hat ihre Position in der Domstadt Köln dauerhaft gefestigt. In einer wegweisenden Entscheidung haben der Branchenverband Game sowie die Koelnmesse offiziell bestätigt, dass der bestehende Vertrag zur gemeinsamen Durchführung der Messe ohne eine festgelegte zeitliche Begrenzung verlängert wurde. Während Details zur genauen Laufzeit des neuen Vertrags im Verborgenen bleiben, wurden Gerüchte über einen möglichen Umzug der Veranstaltung, beispielsweise nach Berlin oder an einen anderen alternativen Standort, damit endgültig ausgeräumt. Die Messe, die seit ihrem Umzug nach Köln im Jahr 2009 stetig an Bedeutung gewonnen hat, wird somit auch in den kommenden Jahren dort verortet bleiben.
Der Vorsitzende des Game-Verbands, Lars Janssen, hob die anhaltenden Erfolge und das wachsende Potenzial der Gamescom hervor. Mit einem optimistischen Ausblick erklärte er, dass die Messe in ihrer Dynamik und Innovationskraft dem weiter expandierenden Games-Markt in nichts nachstehen werde. Auch Nordrhein-Westfalens Medienminister, Nathanael Liminski, äußerte sich positiv zur Vertragsverlängerung. Er unterstrich die Bedeutung des Bundeslandes für die globale Entwicklung des Trends zur Gamification, der das digitale und kulturelle Leben zunehmend prägt.
Obwohl die physische Besucherzahl der Messe in letzter Zeit einige Rückgänge verzeichnete, verzeichnet die Gamescom digital weiterhin einen bemerkenswerten Erfolg. Im vergangenen Jahr übertraf sie mit über 500 Millionen online generierten Video-Aufrufen alle bisherigen Rekorde. Eine eindrucksvolle Anzahl von mehr als 1.462 Ausstellern aus 64 verschiedenen Ländern nutzte die Plattform in Köln, um die neuesten Entwicklungen in den Bereichen Spiele und Technologien zu präsentieren. Zukünftig wird die Messe wahrscheinlich auch als bedeutender Impulsgeber für Wachstumsfelder wie Virtual Reality und Künstliche Intelligenz fungieren. Dies bleibt von Bedeutung, insbesondere angesichts der Tatsache, dass deutsche Entwicklerstudios auf der globalen Bühne bisher nur eine marginale Rolle spielen.