Der aktuelle Verdi-Warnstreik hat den Containerschiffsverkehr auf der Hamburger Elbe erheblich beeinträchtigt. Aufgrund des Ausstands im sogenannten Lotsenversetzdienst können dringend benötigte Lotsen nicht zu den Containerschiffen gelangen. Dies führt dazu, dass lotsenpflichtige Schiffe weder den Hafen anlaufen noch verlassen dürfen. Die Hamburger Port Authority (HPA) betonte, dass das Fehlen dieser Dienste den Schiffsverkehr praktisch lahmlegt, da ohne Lotsen keine Passage möglich ist. Glücklicherweise können Schiffe, die keine Lotsen benötigen, den Hafen weiterhin ungestört passieren, und auch innerbetriebliche Hafenverkehre verlaufen regulär. Für dringende Notfälle besteht eine gesonderte Vereinbarung mit der Gewerkschaft Verdi, um trotz des Streiks handlungsfähig zu bleiben. Darüber hinaus sind laut HPA ebenfalls Sperrwerke, Schleusen und bewegliche Brücken betroffen, was eine zusätzliche Herausforderung darstellt. Nicht nur der Schiffsverkehr leidet unter den Streikmaßnahmen. Auch die Fährlinien des städtischen Betreibers Hadag stehen momentan still, was zu erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Personennahverkehr führt. Der Streik betrifft zudem Beschäftigte am Flughafen, in der Stadtreinigung, in städtischen Behörden, Theatern sowie der Bundesagentur für Arbeit, was die Auswirkungen in der gesamten Stadt spürbar macht. Solange keine Verlängerung des Streiks beschlossen wird, soll der reguläre Betrieb ab Freitagmorgen wieder aufgenommen werden können.
Wirtschaft
Verdi-Warnstreik legt Schiffsverkehr auf der Elbe lahm
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