03. April, 2025

Märkte

USA erwägen Einführung neuer Zölle: Investoren reagieren zurückhaltend

Die aktuellen Verunsicherungen an den amerikanischen Börsen sind deutlich zu spüren. Anleger zögerten am Dienstag mit Investitionen, während sie auf die für Mittwoch angekündigte Veröffentlichung neuer Importzölle warteten, die von der Regierung der Vereinigten Staaten angekündigt wurden. Der Dow Jones Industrial, weithin als der bedeutendste Börsenindex angesehen, zeigte mit einem minimalen Rückgang von 0,2 Prozent auf 41.930 Punkte eine gewisse Volatilität und bewegte sich nahe dem Schlussstand des Vortages.

US-Präsident Donald Trump plant, eine weitreichende Einführung sogenannter 'wechselseitiger' Zölle. Diese Zölle könnten die Vereinigten Staaten dazu veranlassen, Importzölle dort zu erhöhen, wo die bestehenden Handelskosten unter denen der Handelspartner der USA liegen. Dieses Vorhaben hat bei Marktbeobachtern Besorgnis ausgelöst, da solche Maßnahmen zu dauerhaften Handelsbarrieren führen könnten.

Michael Heise, Chefökonom bei HQ Trust, äußerte Bedenken hinsichtlich der gegenwärtigen Situation und stellte in Frage, ob sie mit den Ereignissen von 2018 vergleichbar sei. Anders als damals, als es in Trumps erster Amtszeit durch Verhandlungen und Zugeständnisse gelang, einen merklichen Anstieg der US-Zölle zu verhindern, besteht diesmal das Risiko dauerhafter Zollschwellen. Diese protektionistischen Maßnahmen sollen US-Unternehmen vor ausländischer Konkurrenz schützen. Heise warnte, dass eine solche Entwicklung selten zu einer nachhaltigen Wettbewerbsfähigkeit geführt habe und den USA auf lange Sicht schaden könnte.

Auch andere essenzielle Aktienindizes reflektierten die Vorsicht der Marktteilnehmer. Der S&P 500 zeigte einen leichten Anstieg um 0,1 Prozent auf 5.619 Punkte. Ein deutlicheres Plus konnte der Nasdaq 100 verbuchen, der einen Anstieg von 0,5 Prozent erzielte und damit auf 19.370 Punkte kletterte. Dieser Anstieg ist vor allem auf die Erholung der Schwergewichte wie Tesla, Alphabet, Amazon und Microsoft zurückzuführen, die zuvor unter Druck geraten waren.

Zu den bemerkenswerten Marktbewegungen gehörte der signifikante Kursrückgang der Aktien von Johnson & Johnson um mehr als 6 Prozent. Der Kursverfall ist auf eine gerichtliche Entscheidung zurückzuführen, die die Insolvenz einer kleinen Tochtergesellschaft des Unternehmens, die im Zusammenhang mit Krebsklagen steht, ablehnte.

Im Gegensatz dazu verzeichneten die Aktien des Modekonzerns PVH, der für seine Marken Calvin Klein und Tommy Hilfiger bekannt ist, einen kräftigen Anstieg um fast 20 Prozent. Diese positive Entwicklung ist auf überzeugende Geschäftszahlen und einen optimistischen Ausblick zurückzuführen, was zu einer Euphorie bei den Anlegern führte.

Unter den Fluggesellschaften mussten American Airlines und Delta Air Lines Kursverluste hinnehmen, die bei 3 Prozent beziehungsweise 3,4 Prozent lagen, nachdem die Investmentbank Jefferies ihre Kaufempfehlungen für diese Unternehmen zurückgezogen hatte. Eine negative Bewertung traf auch Southwest Airlines, deren Aktien um 5,8 Prozent fielen.