04. April, 2025

Wirtschaft

US-Zölle: Schweizer Regierung bleibt gelassen

Die Schweiz steht im Zuge der von US-Präsident Donald Trump angekündigten neuen Zollregelungen vor einer besonderen Herausforderung, da ein erheblicher Anteil ihrer Exporte betroffen ist. Mit einem Anteil von 31 Prozent der Handelswaren, die von diesen Maßnahmen betroffen sein könnten, gehört die Schweiz zu den am stärksten involvierten Ländern. Während die Europäische Kommission mit Besorgnis auf die Ankündigungen aus Washington reagierte, nimmt die Schweizer Regierung eine gelassene Haltung ein. Bundespräsidentin Karin Keller-Sutter äußerte sich auf der Plattform X neutral zu den Entwicklungen und betonte, dass man die Entscheidung der USA zur Kenntnis nehme, um die Auswirkungen zu analysieren.

Diese gelassene Haltung der Schweiz erhält Rückendeckung durch Ed McMullen, einem engen Vertrauten von Donald Trump und ehemaligen US-Botschafter in Bern. In einem Interview mit der 'Weltwoche' lobte McMullen die besonnene Reaktion der Schweizer Regierung und hob hervor, dass die von Keller-Sutter gewählte pragmatische Herangehensweise die richtige sei. McMullen, der über tiefgehende Kenntnisse der Geschäfte zwischen den USA und der Schweiz verfügt, ist der Meinung, dass die Schweiz durch die Betonung der Wichtigkeit ihrer Handelsbeziehungen mit den Vereinigten Staaten potenzielles Wachstum im Handelsvolumen fördern könnte.

Dies verdeutlicht die Bedeutung der transatlantischen Beziehungen und der potenziellen Vorteile, die eine kluge und zurückhaltende diplomatische Reaktion mit sich bringen kann. McMullen äußerte Zuversicht, dass die von Bundespräsidentin Keller-Sutter demonstrierte schweizerische Gelassenheit ein strategisches Signal sendet, welches das Handelsvolumen zwischen der Schweiz und den USA erhöhen könnte. Es könnte als ein Beweis für Stabilität und Zuverlässigkeit im internationalen Handelsgefüge angesehen werden.

Während die weltweite Handelslandschaft derzeit von Unsicherheiten geprägt ist, demonstriert die Schweiz durch ihr Verhalten, dass sie auch in Zeiten potenzieller wirtschaftlicher Spannungen ruhig und strategisch agiert. Die Reaktion der Schweizer Regierung könnte daher nicht nur für die kommenden Verhandlungen mit den USA von Bedeutung sein, sondern auch als Beispiel für andere Länder dienen, wie man in turbulenten Zeiten einen klaren Kopf bewahren kann.