Inmitten unsicherer energiepolitischer Rahmenbedingungen in Deutschland kündigen zahlreiche Unternehmer weitreichende Investitionen in den Klimaschutz für das Jahr 2025 an. Diese Erkenntnisse wurden durch eine YouGov-Umfrage im Auftrag der Genossenschaftsorganisation Genoverband zutage gefördert. Es zeigt sich, dass über ein Drittel der 755 befragten Entscheider die derzeitigen energiepolitischen Rahmenbedingungen als verbesserungswürdig beurteilen, da sie sie als "sehr schlecht" oder "schlecht" bewerten. Weitere knapp 27 Prozent stufen die Planungssicherheit als "mittelmäßig" ein, während fast 30 Prozent der Befragten eine positive Sichtweise auf die regulatorischen Vorgaben einnehmen.
Ein bemerkenswertes Ergebnis der Studie ist die Verunsicherung selbst großer Unternehmen, die sich trotz ihrer spezialisierten Teams für nachhaltige Transformation mit Unsicherheiten konfrontiert sehen. Jürgen Wache, Vorstandsvorsitzender der Hannoverschen Volksbank, hebt hervor, dass der Mittelstand aufgrund begrenzter Ressourcen mit noch größeren Herausforderungen im Bereich der Nachhaltigkeit konfrontiert ist.
Trotz der bestehenden Skepsis zeigen sich rund sieben von zehn Unternehmen entschlossen, im laufenden Jahr auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien zu setzen. Besonders im Fokus stehen die Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Quellen sowie die energetische Sanierung von Betriebsgebäuden. Weitere Planungen beinhalten die Modernisierung des Maschinenparks und die Elektrifizierung des Fuhrparks. Dennoch zeigt sich ein gewisser Prozentsatz von Unternehmern (23,7 Prozent) zögerlich und beabsichtigt, 2025 nicht in Nachhaltigkeitsmaßnahmen zu investieren.