Aktuelle geopolitische Entwicklungen und Turbulenzen im Technologiesektor prägen die Börsenlandschaft, sorgen jedoch kaum für Aufregung am Anleihemarkt. Analysten und Händler berichten von einer bemerkenswerten Gelassenheit, während anderswo die Kurse schwanken.
US-Präsident Trumps Ankündigung von Zollerhöhungen auf Importe aus Kanada, Mexiko und China sorgt für Nervosität in der Tech-Branche, insbesondere bei Nvidia, und beeinflusst den Nasdaq erheblich. Auch der Kryptomarkt bleibt von Kursverlusten nicht verschont.
Gleichzeitig bleiben Bundesanleihen stabil und hoch im Kurs. Zehnjährige Bundesanleihen haben aktuell eine Rendite von 2,38 Prozent, während US-Anleihen auf 4,25 Prozent fallen. Die anstehende EZB-Sitzung wirft ihre Schatten voraus, wobei Analysten mehrheitlich von einer weiteren Zinssenkung ausgehen. "Die sechste Zinssenkung in Folge erwartet die Zinsmärkte", betonen Experten und möchten konjunkturelle Schwächen adressieren.
Auch Anleihen in anderen Märkten zeigen Bewegung: Die Nachfrage nach türkischen Lira-Papieren bleibt hoch, obwohl die Inflationsrate dort noch immer dramatisch ist. Eine neue Spanien-Anleihe wurde mehrfach überzeichnet und weckt signifikantes Investoreninteresse.
Bei Unternehmensanleihen erleben wir eine verstärkte Nachfrage nach Papieren von Würth, Multitude und Abo Energy. Diese Bonds bieten Anlegern derzeit attraktive Renditen und zeigen robusten Handel trotz der globalen Finanzspanne.