07. Januar, 2025

Wirtschaft

Uniper schützt seine LNG-Flotte vor geopolitischen Turbulenzen

Uniper schützt seine LNG-Flotte vor geopolitischen Turbulenzen

Uniper, einst der bedeutendste Gaskäufer der Europäischen Union aus Russland, steht vor der Herausforderung, seine Flüssigerdgas-Tanker vor möglichen Beschlagnahmungen durch russlandfreundliche Staaten zu schützen. Der Vorstandsvorsitzende Mike Lewis zeigt sich besorgt, dass trotz der politischen Natur der gegen Uniper verhängten Strafzahlung von 14 Milliarden Euro aus einem russischen Gericht, verbündete Nationen Moskaus es auf die LNG-Lieferungen abgesehen haben könnten.

Nach dem Verlust des Moskauer Stromerzeugungsgeschäfts und dem zwischenzeitlichen wirtschaftlichen Rückschlag hat sich Uniper jedoch erfolgreich vor einem internationalen Schiedsgericht in Schweden gegen den russischen Gasriesen Gazprom durchgesetzt. Ein Urteil zugunsten Unipers über 13 Milliarden Euro eröffnet neue Perspektiven, auch wenn die Auszahlung unsicher bleibt.

Als Folge der durch Wladimir Putin verursachten Gasversorgungsschwierigkeiten in Europa im Jahr 2022 wurde Uniper verstaatlicht. Die strategischen Reinfokussierungen, einschließlich rechtlicher Analysen zur Beurteilung internationaler Risiken, dienen nun der Absicherung des zukünftigen Geschäfts. Trotz angespannter Beziehungen sieht die Analystengemeinschaft keine ernsthafte Bedrohung durch eine mögliche Unterstützung Russlands bei der Durchsetzung finanzieller Strafen.

Uniper bereitet sich darauf vor, erneut an die Börse zu gehen, nachdem das Unternehmen nach Milliardenverlusten profitabel geworden ist und mittlerweile auch erste Rückzahlungen an die deutsche Regierung leistet. Das Ende der milliardenschweren Gasverträge mit Gazprom Export stärkt die Position des Unternehmens und weckt Interesse bei potenziellen Investoren.