Zwischen der Ukraine und den USA steht eine bedeutende Einigung bevor: Kiew und Washington haben nahezu den letzten Schliff an einem Abkommen zur gemeinsamen Nutzung ukrainischer Rohstoffe vollzogen, so der ukrainische Ministerpräsident Denys Schmyhal. Die Regierung in Kiew wird die Vereinbarung umgehend prüfen. Die Ausarbeitung einer „faktisch endgültigen Variante“ sei nahezu abgeschlossen.
Der US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, das Abkommen bei einem nahenden Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Washington formell zu unterzeichnen. Laut Schmyhal sieht das Abkommen die Gründung eines Fonds vor, der sich der Nutzung kostbarer ukrainischer Bodenschätze, etwa seltener Erden, widmet und Investitionen in den Wiederaufbau der Ukraine fördert.
Trotz dieser Fortschritte bleiben Sicherheitsfragen unberührt. Schmyhal betonte jedoch, das Abkommen sei Teil einer zukünftigen Sicherheitslösung. Die USA unterstützten die Bemühungen um notwendige Sicherheitsgarantien. Dennoch sorgte ein erster Entwurf des Abkommens von US-Seite für Unmut seitens Selenskyj und führte zu Kritik von Trump.
Unterdessen löst der potenzielle Deal in der Europäischen Union Besorgnis aus. Experten in Brüssel warnen, ein ungünstiger Vertrag könnte die wirtschaftliche Stabilität der Ukraine gefährden, was sich negativ auf Darlehen von Weltbank und Internationalem Währungsfonds auswirken könnte. Ein solcher Schritt könnte zudem den EU-Beitrittsprozess der Ukraine erschweren. Doch es wird auch die Hoffnung geäußert, dass das Abkommen die amerikanische Unterstützung für die Ukraine stärken und indirekt als Sicherheitsgarantie wirken könnte.