Das Treffen zwischen Donald Trump, dem ehemaligen US-Präsidenten, und dem ukrainischen Staatsoberhaupt Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus verlief alles andere als harmonisch. Vor laufenden Kameras ließ Trump seinem Ärger freien Lauf und warf Selenskyj vor, das Schicksal von Millionen Menschen leichtfertig aufs Spiel zu setzen. Der US-Amerikaner nutzte scharfe Worte und forderte von Selenskyj eine Umkehr seiner bisherigen Haltung, was wiederholt zu hitzigen Dialogen führte.
Unterstützung erhielt Trump dabei von seinem Vizepräsidenten J.D. Vance, der Selenskyj ermahnte, der Dialog solle nicht in der Öffentlichkeit vor den US-Medien geführt werden. Vance betonte, dass man in Kiew Präsident Trump dankbar sein sollte, denn ohne die Unterstützung der USA hätte die Ukraine im Konflikt mit Russland kaum eine Chance, so seine Sichtweise. Er kritisierte die aktuelle ukrainische Rekrutierungspraxis und sprach sich für Dankbarkeit gegenüber den USA aus.
Trump selbst unterstrich die Wichtigkeit der militärischen Unterstützung der USA, die er als entscheidend im Widerstand gegen die russische Aggression seit 2022 sieht. Er äußerte mehrfach, dass die Ukraine ohne diese Unterstützung kaum überlebensfähig im Konflikt wäre. Der Besuch, ursprünglich anberaumt zur Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung über seltene Erden, endete abrupt. Mit einem wortkargen „Das wird großartiges Fernsehen sein“, verabschiedete sich Trump und beendete das denkwürdige Treffen.