Ein akuter Tarifstreit innerhalb der Lufthansa Group sorgt für Unruhe bei Urlaubern und Geschäftsreisenden: Die österreichische Fluggesellschaft Austrian Airlines, eine Tochtergesellschaft des deutschen Luftfahrtkonzerns, muss infolge eines Streiks der Gewerkschaft Vida über die Ostertage Hunderte von Flügen stornieren. Rund 50.000 Passagiere sind von dieser Maßnahme betroffen, die zwischen dem 28. und 29. März rund 400 Flüge einbüßen wird – ein herber Schlag für Reisende zu Beginn der Osterferien. Die Fluglinie bemüht sich, die Auswirkungen für die Kundschaft so gering wie möglich zu halten, indem sie Umbuchungen auf die nächstmögliche Verbindung anbietet sowie kostenlose Stornierungen und Erstattungen des Flugpreises für die betroffenen Fluggäste bereitstellt. Doch trotz der Bemühungen dürfte die Unzufriedenheit unter den Reisenden groß sein. Der Konflikt zwischen der Austrian Airlines-Führung und der Arbeitnehmervertretung Vida hat sich in den letzten Wochen zugespitzt. Im Kern der Auseinandersetzung steht die Lohnentwicklung, bei der die Arbeitnehmer einen Angleichungsbedarf zu den Kollegen anderer Lufthansa-Unternehmen sehen. Obwohl die Fluglinie Gehaltssteigerungen von bis zu 18 Prozent in Aussicht gestellt hat – eine Zahl, die die Inflationsentwicklung aus Sicht des Managements übersteigt –, bewertet die Gewerkschaft dieses Angebot als ungenügend. Die Flugstreichungen fallen in eine für die Tourismusindustrie besonders sensible Zeit, in der viele Menschen ihre Osterurlaube antreten. Wie genau sich die Tarifauseinandersetzungen weiterentwickeln werden, bleibt abzuwarten. Fest steht aber, dass sie bereits jetzt spürbare Auswirkungen für Tausende von Fluggästen mit sich bringen.
Wirtschaft
Streik bei Austrian Airlines sorgt für 400 Flugausfälle zu Ostern
