Die deutschen Staatsanleihen zeigten zur Wochenmitte eine leichte Aufwärtsbewegung, wobei der Euro-Bund-Future um moderate 0,15 Prozent auf nunmehr 132,65 Punkte stieg. Im Gegenzug sank die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen auf 2,56 Prozent. Trotz dieses kleinen Aufwinds blieben die Einflüsse der aktuellen Konjunkturdaten aus Deutschland überschaubar; die allgemeine Konsumstimmung wirkt weiter gedämpft.
Eine Studie der Nürnberger Institute GfK und NIM offenbart ein uneinheitliches Bild: Die Konjunkturerwartungen der Verbraucher zeigen sich optimistischer als zuvor, während Einkommenserwartungen und Anschaffungsneigungen rückläufig sind. Zugleich gewinnen die Sparneigungen an Dynamik, was auf eine vorsichtige Grundhaltung der deutschen Verbraucher hindeutet.
Für zusätzliche Spannung sorgen indessen die Entwicklungen auf dem US-Immobilienmarkt, wo die Verkaufszahlen für neue Häuser im Januar stärker als erwartet eingebrochen sind. Die anhaltend schwächeren Konjunkturdaten werfen ihren Schatten auf die Märkte, während Anleger mit Spannung die fällige Quartalsbilanz des Chip-Giganten Nvidia erwarten. Diese Zahlen könnten möglicherweise auch den deutschen Anleihenmarkt noch nachhaltig beeinflussen.