03. April, 2025

Lexikon

Steuerberatergebührenordnung

Die Steuerberatergebührenordnung, auch bekannt als StBGebV, ist eine Verordnung, die die Honorare und Gebühren für Steuerberater in Deutschland regelt. Sie wurde eingeführt, um Transparenz und Fairness bei der Abrechnung von Steuerberatungsleistungen sicherzustellen.

Die Steuerberatergebührenordnung basiert auf dem Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) und enthält Bestimmungen, die es Steuerberatern ermöglichen, ihre Dienstleistungen angemessen zu vergüten. Sie legt die grundlegenden Prinzipien und Richtlinien fest, nach denen Steuerberater ihre Honorare bestimmen dürfen.

Gemäß der Steuerberatergebührenordnung können Steuerberater grundsätzlich ihre Honorare frei vereinbaren. Dies bedeutet, dass die konkrete Höhe der Gebühren zwischen dem Steuerberater und seinem Mandanten individuell ausgehandelt werden kann. Allerdings dienen die in der Steuerberatergebührenordnung enthaltenen Regelungen als Orientierungshilfe für eine fairere und transparentere Honorargestaltung.

Die Steuerberatergebührenordnung berücksichtigt verschiedene Faktoren bei der Berechnung von Honoraren, wie beispielsweise den Umfang und die Komplexität der steuerlichen Angelegenheit, die erforderlichen Zeitaufwände, die Fachkenntnisse des Steuerberaters sowie den wirtschaftlichen Wert der Beratung.

Die Steuerberatergebührenordnung enthält auch Regelungen für außergerichtliche Tätigkeiten, wie Beratungen und Gutachten, sowie für gerichtliche Verfahren und Vertretungen vor Finanzbehörden. Sie definiert die Höchstsätze für das Honorar in Abhängigkeit vom Streitwert und der Komplexität des Verfahrens und ermöglicht so eine angemessene Vergütung für die erbrachten Leistungen.

Insgesamt stellt die Steuerberatergebührenordnung sicher, dass die Honorare und Gebühren für Steuerberatungsleistungen fair, angemessen und transparent sind. Dies trägt zur Qualitätssicherung in der Steuerberatungsbranche bei und schützt sowohl die Interessen der Steuerberater als auch der Mandanten.