Die Bedrohung durch Sabotage und Spionage nimmt nach Einschätzung des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV) besorgniserregende Ausmaße an. Im Rahmen der kürzlich abgehaltenen Sicherheitstagung mahnten führende Sicherheitsexperten, dass Deutschland gezielt von ausländischen Geheimdiensten ins Visier genommen werde. Dabei stünden nicht mehr nur klassische staatliche Institutionen im Fokus, sondern zunehmend auch staatseigene Universitäten und Unternehmen, die durch private Akteure unterstützt werden. Einzelne Vorfälle sorgen bereits für Unruhe: Von mutmaßlichen Sabotageakten auf deutschen Kriegsschiffen bis hin zu vorsätzlich aufgegebenen Brandpaketen reicht das Repertoire der Gefahren. Auch Brandanschläge auf ein Möbelhaus in Litauen sowie ein Einkaufszentrum in Polen sorgen für Unsicherheit. Während die direkte Verbindung zu ausländischen Nachrichtendiensten im Detail schwer nachzuweisen ist, verdeutlicht die Häufung dieser Vorkommnisse die Dringlichkeit der Lage. Im digitalen Raum trifft das gleiche Schicksal wichtige Institutionen. Eine Gruppe prorussischer Hacker setzte im Februar mit gezielten Überlastungsangriffen Websites wie den Internetauftritt der Münchner Sicherheitskonferenz zeitweilig außer Gefecht. Auch Plattformen von Polizeibehörden und regionalen Verkehrsdiensten waren nicht vor Cyberattacken gefeit. Angesichts dieser geopolitischen Herausforderungen sieht die Allianz für Sicherheit in der Wirtschaft (ASW) dringenden Handlungsbedarf, um Handels- und Investitionsbeziehungen vor geopolitischen Einflüssen zu schützen.
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Steigendes Risiko: Verfassungsschutz warnt vor erhöhter Spionagegefahr
