In Brüssel kam es zu aufgeheizten Szenen, als ein Bauernprotest in Gewaltausbrüche umschlug. Bei Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften nahm die Polizei eine Person fest, die Molotow-Cocktails geworfen haben soll. Die Polizei griff dabei zu Tränengas und schritt konsequent ein, um das Durchbrechen der Absperrungen durch Traktoren zu verhindern. Diese Dynamik führte zu Verletzungen von zwei Beamten, die mit Arbeitsunfähigkeit von fast zwei Wochen hospitalisiert wurden. Hintergrund des Konflikts ist das Zusammentreffen der EU-Landwirtschaftsminister, welches landwirtschaftliche Akteure auf den Plan gerufen hat, um gegen die EU-Agrarpolitik zu demonstrieren. Bilder vom Ort des Geschehens zeigen, wie Demonstranten mit etwa 250 Traktoren Barrikaden aus Fahrrädern und Mülltonnen errichtet und diese zum Teil auch von Überführungen geworfen haben. Darüber hinaus kam es zum Anzünden von Reifen und Stroh, was zu sichtbaren Rauchsäulen über dem Europaviertel führte und eine Sperrung mehrerer Straßen und Tunnel notwendig machte. Diese Form der Protestaktion ist kein isoliertes Ereignis, bereits in der jüngsten Vergangenheit kam es in Brüssel zu ähnlichen Protesten, die ebenfalls in gewaltsamen Konfrontationen mündeten. Damals hatten sich noch weit mehr Landwirte, an die 900, mit ihren Traktoren an den Demonstrationen beteiligt.
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Spannungen in Brüssel: Bauernprotest eskaliert in Gewalt und Festnahmen
