05. April, 2025

Grün

Solare Revolution startet auf deutschen Mehrfamilienhäusern

Solare Revolution startet auf deutschen Mehrfamilienhäusern

Die deutschen Verbände der Wohnungs- und Solarwirtschaft setzen sich entschlossen für den vermehrten Einsatz von Photovoltaik-Anlagen auf Mehrfamilienhäusern ein. Im Gegensatz zu Eigenheimen und Gewerbegebäuden bleiben diese Häuser bisher von der Solaroffensive weitgehend unberührt. Eine aktuelle Umfrage des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW) zeigt jedoch, dass 59 Prozent der Mietenden großes Interesse daran haben, umweltfreundlichen Solarstrom direkt vom Dach ihres Wohngebäudes zu beziehen.

Der BSW und der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) betonen, dass das 2024 eingeführte Konzept der „gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung“ (GGV) den Zugang zu Solarstrom entscheidend vereinfacht. Ein zuverlässiges Schema bietet Investoren – oft die Vermieter selbst – die Möglichkeit, Solaranlagen auf den Dächern zu installieren und den erzeugten Strom zu günstigeren Konditionen als den Netzstrom an interessierte Wohnparteien zu liefern. Dabei bleibt es den Mietern überlassen, ob sie dem Konzept beitreten möchten, während sie gleichzeitig weiterhin die Freiheit haben, ihren restlichen Strombedarf bei anderen Anbietern zu decken.

Laut Aussage der NRW-Landesgesellschaft für Energie und Klimaschutz profitieren sowohl die Anlagenbetreiber als auch die Mieter finanziell und ökologisch von diesem Modell. Die wirtschaftlichen Chancen für Betreiber sind beträchtlich, da die Erträge im Vergleich zur reinen Netzeinspeisung gesteigert werden können. Gleichzeitig profitieren die Mieter von nachhaltig reduziertem Energieverbrauch und langfristigen Kostensenkungen.

Es ist wichtig, das GGV-Konzept von traditionellen Mieterstrom-Modellen zu unterscheiden. Letztere verpflichten die Betreiber dazu, den gesamten Strombedarf, inklusive Netzstrom, zu übernehmen und damit alle Pflichten eines Stromversorgers wahrzunehmen.