Anleger nutzten am Mittwoch die Kursrückschwäche bei Siemens Energy, um in die Aktien des Energietechnologiekonzerns zu investieren. Mit einem beeindruckenden Plus von rund 6 Prozent notierten die Titel bei 57,70 Euro und erreichten damit erneut ihre 50-Tage-Linie. Am Tag zuvor war ein erster Erholungsversuch gescheitert, und die Wertpapiere hatten mit beträchtlichen Verlusten geschlossen. Noch in der Vorwoche notierte Siemens Energy auf einem Rekordhoch von 64,56 Euro, bevor die Aktien zum Wochenbeginn einen beachtlichen Rückschritt von fast 22 Prozent durchlebten. Der Hauptgrund hierfür waren Meldungen, dass Microsoft seine Investitionen in KI-Datenzentren möglicherweise reduzieren könnte. Die Wertentwicklung von Siemens Energy war seit Ende 2023 mehr als beeindruckend – gesteigert durch die gesteigerte Nachfrage nach Strom für diese hochmodernen Datenknoten. Morgan Stanley-Experten wiesen darauf hin, dass die jüngsten Kursverluste die Möglichkeiten des Gasturbinengeschäfts jenseits der KI-Anwendungen unterschätzen könnten. Besonders betont wurden Chancen, die sich durch die Energiewende in Schwellenländern ergeben – wo ein Wechsel von Kohle zu Gas bevorsteht – sowie durch den europäischen Trend zu Kosteneinsparungen. Derzeit würden Siemens Energy-Aktien nur am unteren Ende der für 2028 gesetzten Ziele bewertet. Es sei jedoch unwahrscheinlich, dass diese Ziele nicht übertroffen werden. Morgan Stanley hat das Kursziel auf 64 Euro festgelegt.
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Siemens Energy: Kursschwankungen bieten Anlegern Chancen
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