Scout24, der Betreiber des führenden Immobilienportals ImmoScout24, beabsichtigt, seine ambitionierte Wachstumsstrategie auch 2025 fortzusetzen. Das Unternehmen aus dem MDax-Segment rechnet mit einem Umsatzanstieg von 12 bis 14 Prozent, was wiederum auch durch strategische Zukäufe unterstützt werden soll. Der finanzielle Anker der Strategie, Finanzchef Dirk Schmelzer, sieht zudem eine leichte Verbesserung der operativen Marge (Ebitda-Marge) um 0,50 Prozentpunkte voraus. Während Analysten beim Umsatz weniger enthusiastisch waren, sehen sie die Renditeentwicklung positiver.
An der Börse konnte die Scout24-Aktie von den positiven Nachrichten jedoch zunächst nicht profitieren. Zur Mittagszeit fiel das Papier um fast zweieinhalb Prozent. Dennoch verzeichnet die Aktie seit Jahresbeginn einen Zuwachs von acht Prozent.
Laut vorläufigen Berechnungen steigerte Scout24 den Umsatz 2024 um 11,2 Prozent auf 566,3 Millionen Euro. Hierbei spielten sowohl Akquisitionen, darunter die von Sprengnetter, als auch ein bemerkenswerter Anstieg der Neukunden eine Rolle. Der Dienstleister zählt inzwischen 25.000 gewerbliche und über 470.000 Privatkunden, wobei letztere ein besonders rasches Wachstum verzeichnen. Allerdings kommt der Großteil der Abo-Einnahmen von Geschäftskunden.
Das bereinigte Ebitda, das die um Sondereffekte bereinigte Ergebnisgröße vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen darstellt, erreichte 348,1 Millionen Euro, was einem Anstieg von 14,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Gründe für das robuste Resultat waren vor allem Skaleneffekte, die die operative Marge auf beeindruckende 61,5 Prozent anhoben. Die Erwartungen der Analysten wurden damit erfüllt.
Simon Baker von Bernstein lobte die beeindruckende Fortsetzung der Erfolgsbilanz des Unternehmens über die letzten 18 Monate hinweg, gekennzeichnet durch zweistellige Wachstumsraten und Margenverbesserungen. Trotz der bereits hohen Rendite bleibt das Potenzial für organisches Wachstum vielversprechend, wie Giles Thorne von Jefferies hervorhob.
Ein Wermutstropfen bleibt jedoch: Der Nachsteuergewinn sank um 9,3 Prozent auf 162,1 Millionen Euro. Den vollständigen Jahresbericht wird der Vorstand am 27. März veröffentlichen.