28. Februar, 2025

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Rüstungsaktien unter Druck: Rücksetzer nach steiler Aufwärtsbewegung

Rüstungsaktien unter Druck: Rücksetzer nach steiler Aufwärtsbewegung

Die Aktien von Hensoldt, einem bedeutenden Anbieter von Sensortechnik für den Rüstungssektor, zeigten sich am Freitagmorgen schwächer und notierten bei 50 Euro, was einem Rückgang von 6,5 Prozent entspricht. Noch am Vortag hatten sie zeitweise ein Rekordhoch von über 55 Euro erreicht, was den Anstieg im laufenden Jahr auf beeindruckende 60 Prozent brachte. Vor drei Jahren, vor Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine, kosteten Hensoldt-Aktien noch rund 12 Euro. Analysten bleiben jedoch optimistisch. Christian Cohrs von Warburg Research setzte mit einem Kursziel von 69 Euro die höchste Markeneinschätzung. Er verweist auf die „tektonischen Verschiebungen in der Geopolitik“, die Chancen für die Rüstungsbranche mit sich bringen. Diese Einschätzung teilt auch Marie-Ange Riggio von Morgan Stanley, die ein Kursziel von 1.300 Euro für Rheinmetall ausgerufen hat. Trotz eines zehnfachen Kursanstiegs innerhalb von drei Jahren sieht sie bei optimalen Bedingungen Potenzial für eine Verdopplung. Aktuell sind allerdings auch die Rheinmetall-Papiere leicht im Minus, nachdem sie zuvor mit 1.011 Euro ein neues Hoch markiert hatten. Der Kurs konnte sich in diesem Jahr um 64 Prozent steigern. Ein ähnliches Bild war bei weiteren europäischen Rüstungsaktien zu beobachten. Bei den französischen Thales-Aktien, die in diesem Jahr um 38 Prozent zulegten, war ein leichter Rückgang von 0,8 Prozent zu verzeichnen. Die italienische Leonardo-Aktie, die sich bis 2025 um 50 Prozent verteuern soll, sank um 0,7 Prozent. BAE Systems aus Großbritannien hinkte mit einem Plus von 20 Prozent für 2025 etwas hinterher und war ebenfalls von einem leichten Rückgang in ähnlicher Größenordnung betroffen.