26. Februar, 2025

Politik

Russland weist eingefrorene Konfliktlösung in der Ukraine strikt zurück

Russland weist eingefrorene Konfliktlösung in der Ukraine strikt zurück

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass Russland eine Einfrierung der Kämpfe in der Ukraine entlang der gegenwärtigen Frontlinie ebenso ablehnt wie die Entsendung europäischer Friedenstruppen. In Gesprächen in Doha stellte Lawrow klar, dass eine Lösung, die die derzeitige Kontaktlinie als Grenze definiert, für Russland inakzeptabel ist. Die russische Verfassung umfasse Gebiete wie Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson als russisches Territorium, auch wenn sie nicht vollständig unter russischer Kontrolle sind.

Mit scharfen Worten kritisierte Lawrow die angeblichen "rassistischen Gesetze" in der Ukraine, die vorgeblich die russischsprachige Bevölkerung benachteiligen würden. Der russische Topdiplomat bezichtigte die europäischen Länder, den Konflikt bewusst zu verlängern, anstatt zur Stabilität beizutragen. Er erteilte insbesondere den Überlegungen einzelner europäischer Länder, friedenssichernde Truppen zu entsenden, eine klare Absage.

Lawrow hob jedoch hervor, dass es Fortschritte in den Beziehungen zu den USA gebe. Angestrebt werde eine Normalisierung der diplomatischen Arbeit in Moskau und Washington, die derzeit durch beiderseitige Diplomatenausweisungen erheblich eingeschränkt ist. Geplant seien Gespräche zwischen Diplomaten beider Länder in Istanbul, um über mögliche Schritte einer verbesserten Zusammenarbeit zu beraten.