01. April, 2025

Automobile

Rivian setzt auf freihändiges Fahren – Konkurrenz für Tesla und GM?

Elektroautohersteller bringt neues Assistenzsystem auf den Markt.

Rivian setzt auf freihändiges Fahren – Konkurrenz für Tesla und GM?
Rivians Enhanced Highway Assist ermöglicht erstmals freihändiges Fahren auf bestimmten Autobahnen in den USA und Kanada. Doch die Funktion bleibt eingeschränkt: Fahrer müssen stets aufmerksam bleiben, während eine Kamera ihre Wachsamkeit überwacht.

Der US-Elektroautobauer Rivian erweitert sein Angebot an Fahrassistenzsystemen und bringt mit Enhanced Highway Assist (EHA) eine Funktion, die freihändiges Fahren auf bestimmten Autobahnabschnitten erlaubt.

Damit positioniert sich das Unternehmen als direkte Konkurrenz zu Teslas Full Self-Driving (FSD) und General Motors' Super Cruise. Doch wie funktioniert das neue System, und welche Auswirkungen hat es für den Markt der autonomen Fahrtechnologien?

Technologische Weiterentwicklung – Was kann das System?

Das neue System von Rivian übernimmt die Kontrolle über Lenkung, Beschleunigung und Bremsen, während der Fahrer die Hände vom Lenkrad nehmen kann.

Eine Kamera im Rückspiegel überwacht jedoch kontinuierlich die Aufmerksamkeit des Fahrers, um die Sicherheit zu gewährleisten. Laut Unternehmensangaben ist die Funktion aktuell auf mehr als 135.000 Meilen (rund 217.000 Kilometer) Autobahn in den USA und Kanada nutzbar.

Ein entscheidender Unterschied zu Teslas FSD ist, dass Rivian nicht auf vollautonomes Fahren setzt, sondern auf ein assistiertes System, das den Fahrer weiterhin in der Verantwortung belässt. Geplante Software-Updates sollen die Funktionalität künftig erweitern.

Das System funktioniert auf etwa 217.000 Kilometern Autobahn, doch in Städten oder auf Landstraßen bleibt es deaktiviert. Zudem bleibt die Verantwortung weiterhin beim Fahrer – ein Risiko für jene, die auf vollständige Autonomie hoffen.

Herausforderung für Tesla und General Motors?

Mit der Einführung des Enhanced Highway Assist stellt sich Rivian in den Wettbewerb mit etablierten Anbietern. Tesla verfolgt mit FSD eine umfassendere Autonomie-Strategie, die jedoch immer wieder aufgrund regulatorischer Hürden und Sicherheitsbedenken in die Kritik gerät.

General Motors setzt mit Super Cruise auf ein System, das ähnlich wie Rivians EHA das Fahren auf bestimmten Autobahnen erleichtert, dabei jedoch auf eine Kombination aus präziser HD-Kartennavigation und Lidar-Technologie setzt. Rivian nutzt hingegen eine Kombination aus Kameras, Radar und einer künstlichen Intelligenz, die das Fahrverhalten analysiert und anpasst.

Für Kunden könnte Rivians neuer Ansatz eine interessante Alternative darstellen. Electrek berichtet, dass viele Autofahrer zunehmend Wert auf assistierte Fahrtechnologien legen, die ein sicheres, aber dennoch entspanntes Fahren ermöglichen.

Neuer Rally-Modus – Performance auf Schotter, Eis und Sand

Neben dem neuen Assistenzsystem hat Rivian auch den Rally-Modus eingeführt, eine Funktion, die speziell für Fahrten auf unbefestigten Wegen entwickelt wurde.

Wie Electrek weiter berichtet, optimiert der Modus die Fahrzeugdynamik auf losem Untergrund wie Schotter, Eis oder Sand. In Kombination mit einem optionalen Performance-Upgrade für 5.000 US-Dollar erhöht sich die Leistung auf 665 PS und 829 lb-ft Drehmoment. Zusätzlich stehen drei neue Fahrmodi zur Verfügung: Sport, Rally und Soft Sand, um die Performance sowohl auf der Straße als auch im Gelände zu verbessern.

Konkurrenz belebt das Geschäft

Mit dem Enhanced Highway Assist setzt Rivian ein starkes Zeichen und könnte sich langfristig als ernstzunehmender Mitbewerber im Bereich der Fahrassistenzsysteme etablieren. Der Fokus auf eine assistierte, aber nicht vollautonome Lösung könnte insbesondere sicherheitsbewusste Fahrer ansprechen, die sich von Teslas risikoreichem FSD distanzieren. Zudem zeigt der neue Rally-Modus, dass Rivian auch jenseits der Autobahn ambitionierte Entwicklungen vorantreibt.

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