26. Februar, 2025

Wirtschaft

Rekordzahl an Rügen: Presse in der Kritik

Rekordzahl an Rügen: Presse in der Kritik

Der Deutsche Presserat hat im vergangenen Jahr ein Rekordhoch an öffentlichen Rügen ausgesprochen. Insgesamt 86 Mal griff das Gremium zu diesem drastischen Mittel, wie jetzt bekannt gegeben wurde. Dabei richtete sich mehr als ein Drittel dieser Rügen gegen schwerwiegende Mängel in der journalistischen Sorgfalt. Hauptsächlich lag es an sachlichen Fehlern sowie ungeprüften Schätzungen und Spekulationen.

Diese Entwicklung wird vom Presserat als Hinweis darauf gewertet, dass die Leserschaft mittlerweile besonders empfindlich auf Sorgfaltspflichtverstöße reagiert. 'Die gründliche Prüfung und wahrheitsgemäße Darstellung von Tatsachen sollte oberste Priorität genießen', steht im aktuellen Jahresbericht. Bereits 2023 erteilte der Presserat 73 Rügen und erreichte damit damals ein Rekordniveau.

Als freiwillige Selbstkontrolle der Presse, die Berichte in Zeitungen, Zeitschriften und Online-Medien überwacht, ist der Presserat für die Einhaltung ethischer Standards verantwortlich. Eine öffentliche Rüge verpflichtet das betroffene Medium, diese für die Leserschaft transparent zugänglich zu machen. Immer wieder gerieten Pressehäuser in Kritik, wenn sie dieser Anweisung nicht nachkamen.