Regressive Kosten sind ein Konzept aus dem Bereich der Kapitalmärkte, das sich auf die Kostenstruktur von Investmentfonds bezieht. Dieses Phänomen tritt auf, wenn die Kosten eines Fonds im Verhältnis zur Fondsgröße abnehmen.
Im Allgemeinen sind regressive Kosten ein positives Zeichen für Fondsinvestoren, da sie zeigen, dass größere Fonds in der Regel effizienter und kosteneffektiver sind. Dies liegt daran, dass größere Fonds die Möglichkeit haben, Fixkosten auf eine größere Anzahl von Investoren zu verteilen und von Skaleneffekten zu profitieren.
Die regressiven Kosten können verschiedene Bestandteile umfassen, wie zum Beispiel Verwaltungsgebühren, Ausgabeaufschläge und Depotbankgebühren. In der Regel gibt es eine Staffelung der Gebühren, die mit steigender Fondsgröße abnimmt. Dies bedeutet, dass Investoren von geringeren Prozentsätzen auf ihre Investitionen profitieren, je mehr Geld in den Fonds fließt.
Ein Beispiel für regressive Kosten könnte wie folgt aussehen: Ein kleiner Investmentfonds mit einem Volumen von 10 Millionen Euro berechnet eine Verwaltungsgebühr von 2% pro Jahr. Wenn der Fonds jedoch auf 100 Millionen Euro anwächst, kann die Verwaltungsgebühr auf nur noch 1,5% gesenkt werden. Dies führt dazu, dass größere Investoren von niedrigeren Kosten und einer höheren Rentabilität profitieren.
Regulative Maßnahmen und beaufsichtigende Institutionen wie die BaFin in Deutschland schützen die Investoren vor überhöhten Kosten durch die Festlegung von Obergrenzen für bestimmte Arten von Gebühren. Dies soll sicherstellen, dass die Interessen der Investoren gewahrt bleiben und es keine übermäßige Kostenbelastung gibt.
Insgesamt können Investoren durch regressive Kosten von größeren Investmentfonds profitieren, da sie niedrigere Gebühren und eine verbesserte Rentabilität bieten. Es ist wichtig, die Kostenstruktur von Investmentfonds zu verstehen und regressive Kosten als ein positives Merkmal bei der Auswahl von Fonds zu berücksichtigen.