06. April, 2025

Reichtum

PPLI: Der diskrete Trumpf der Superreichen

PPLI: Der diskrete Trumpf der Superreichen

Während Lebensversicherungen im Allgemeinen nicht gerade als spannend gelten, enthüllen sie sich für die Vermögendsten der Reichen als steuerliches Ass im Ärmel. Dies gilt besonders für Private Placement Life Insurance (PPLI), einen noch wenig bekannten Ansatz zur Steueroptimierung, der die Steuerlast erheblich zu schmälern vermag.

PPLI-Policen ermöglichen es, Vermögenswerte steuerfrei an Erben weiterzugeben, indem sie als Lebensversicherung und nicht als Investitionsfonds eingestuft werden. Michael Malloy, ein Anlageberater mit über zwanzig Jahren Erfahrung in PPLI, weist darauf hin, dass es sich hierbei um ein besonderes Steuerinstrument handelt, das sich deutlich von herkömmlichen Lebensversicherungen abhebt.

Untersuchungen des Senatsausschusses für Finanzen legen nahe, dass die superreichen Steuerzahler in den USA damit bis zu 40 Milliarden Dollar vor der Steuer verbergen. Mit einem durchschnittlichen Vermögen von über 100 Millionen Dollar pro PPLI-Halter ist die Attraktivität derartiger Steuerlösungen offensichtlich.

Doch dieser Finanzkniff könnte bald ausgedient haben. Senator Ron Wyden aus Oregon beabsichtigt, mit dem Protecting Proper Life Insurance from Abuse Act diese legale Lücke zu schließen und PPLI von der steuerlichen Begünstigung zu befreien. Ziel ist es, diese Policen als Investitionsfonds und nicht als Lebensversicherungsprodukte zu behandeln, um die umstrittenen Steuervorteile zu beseitigen.

Für internationale Klienten, beispielsweise aus dem Nahen Osten oder Lateinamerika, bietet PPLI nicht nur steuerliche Vorteile, sondern auch Schutz vor Zugriff durch korrupte Regierungen. Ohne die Offenlegungspflichten bei der IRS könnte so ein organisiertes Verbrechen umgangen werden.

Die Mindestvoraussetzungen zur Eröffnung einer solchen Offshore-Police, etwa auf den Cayman Islands, beginnen bei fünf Millionen Dollar Prämie - meist jedoch ab zehn Millionen Dollar Vermögenswerte. Anwälte von vermögenden Klienten richten in diesem Szenario Treuhandgesellschaften ein, die dann als Besitzer der Police fungieren.