28. Februar, 2025

Märkte

Ölpreise unter Druck: Märkte reagieren auf Zollpolitik der USA

Ölpreise unter Druck: Märkte reagieren auf Zollpolitik der USA

Die globalen Ölpreise haben zum Ende der Woche einen Rückgang verzeichnet, bedingt durch die Besorgnis der Investoren über die möglichen Auswirkungen der US-amerikanischen Zollpolitik. Am Freitag kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April 73,17 US-Dollar und damit 87 Cent weniger als am Vortag. Parallel dazu fiel der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI um 79 Cent und notierte bei 69,56 Dollar.

Im Vorfeld des Wochenendes rückte die energische Zollpolitik der neuen US-Regierung erneut in den Mittelpunkt der Marktgespräche und reduzierte die Risikobereitschaft der Anleger. China drohte zuletzt mit Gegenmaßnahmen als Reaktion auf die angekündigte Zollerhöhung von US-Präsident Donald Trump. Exakt wie China sich positionieren wird, bleibt bisher unklar, jedoch hat das Land in der Vergangenheit ähnliche Maßnahmen ergriffen, wie Zölle auf US-Importe oder Kontrollen von Ausfuhren in der Hightech-Branche.

Seit Trumps Amtsantritt im Januar lasteten seine Zollentscheidungen immer wieder schwer auf den Ölpreisen, die in der aktuellen Handelswoche erneut Verluste verzeichneten. So ist der Preis für Brent-Öl seit Wochenbeginn um etwa einen Dollar je Barrel gefallen.

Nach Meinung von Carsten Fritsch, einem Rohstoffexperten der Commerzbank, wurden die Ölpreise zudem durch Nachrichten aus Kasachstan belastet. Die kasachische Regierung plant, die Rohölproduktion in diesem Jahr um fast zehn Prozent auf 96,2 Millionen Tonnen zu erhöhen, was einer täglichen Produktion von etwa zwei Millionen Barrel entspricht, erklärte Fritsch.