27. Februar, 2025

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Neue Zollaufschläge bremsen DAX-Gewinne

Neue Zollaufschläge bremsen DAX-Gewinne

Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, neue Zölle auf Importe aus Mexiko, Kanada und China zu erheben, hat die Anleger am deutschen Aktienmarkt verunsichert. Nach einem zuvor deutlichen Gewinn schloss der Dax am Donnerstag mit einem Verlust von 1,07 Prozent bei 22.550,89 Punkten, nachdem er sich am Mittwoch seinem Rekordstand der Vorwoche angenähert hatte.

Trump klärte, dass die Zölle auf Waren aus Mexiko und Kanada Anfang März greifen und auf chinesische Produkte eine zusätzliche Abgabe von 10 Prozent erhoben wird. Ursprünglich sollte der Beginn verhandelter Strafzölle, die sogar 25 Prozent betragen könnten, im April erfolgen. Der Präsident drohte neuen Zöllen auf europäische Autoimporte und andere Produkte, was den Markt zusätzlich belastete.

Auch der MDax gab nach, hielt sich aber mit einem Minus von 0,22 Prozent auf 28.558,19 Punkten besser als der Dax, während der EuroStoxx 50 um 1,0 Prozent fiel. Der britische FTSE 100 legte hingegen um 0,3 Prozent zu, und der US-Leitindex Dow Jones Industrial zeigte sich mit 0,5 Prozent im Plus.

Besonders die Automobilwerte litten unter den Ankündigungen. Aktien von Porsche und BMW verzeichneten Verluste von 3,6 und 3,8 Prozent, während Mercedes-Benz um 2,4 Prozent nachgab. Auf der Gewinnerseite standen Beiersdorf nach positiven Zahlen mit einem Anstieg von 3,6 Prozent, und Rheinmetall erreichte ein Rekordhoch bei 1.001,00 Euro.

Rheinmetall profitierte von robusten Kurszielen, angeführt von Morgan Stanley mit 1.300 Euro. Auch Hensoldt glänzte mit einem Höchststand, unterstützt durch starkes Interesse an Verteidigungsfähigkeiten in Europa, wie CEO Oliver Dörre ausführte. Die Aktien schnitten um 5,0 Prozent besser ab.

Nicht so rosig lief es für Aixtron: Mangels Dynamik in der Elektromobilität und Herausforderungen in Industriemärkten fielen die Aktien um fast 20 Prozent. Bei Kion sorgten robuste Jahreszahlen für einen kurzzeitigen Anstieg, doch letztlich blieb nur ein Plus von 0,3 Prozent. Der Autovermieter Sixt legte im SDax nach soliden Finanzkennzahlen um 1,7 Prozent zu.