28. Februar, 2025

Politik

Mexiko zeigt Entgegenkommen: Auslieferungen an die USA verhindern Handelszölle

Mexiko zeigt Entgegenkommen: Auslieferungen an die USA verhindern Handelszölle

In einem offensichtlichen Versuch, drohende Handelszölle der USA abzuwenden, hat Mexiko kurz vor Ablauf einer entscheidenden Frist ein Zeichen des Entgegenkommens gesetzt: 29 wegen Drogendelikten inhaftierte Verbrecher wurden an die Vereinigten Staaten überstellt. Dies gab die mexikanische Regierung bekannt. Unter den Ausgelieferten befindet sich laut Medienberichten auch der berüchtigte ehemalige Drogenboss Rafael Caro Quintero, der einst eine ähnlich einflussreiche Rolle in Mexiko innehatte wie Pablo Escobar in Kolumbien.

Die Auslieferungen stellen einen weiteren Schritt in der Kooperation zwischen Mexiko und den USA dar, wobei beiden Seiten die Souveränität der jeweilig anderen Nation respektieren. Während die Identitäten der Ausgelieferten offiziell nicht bekanntgegeben wurden, unterrichten übereinstimmende Berichte von der Auslieferung prominenter Figuren wie die ehemaligen Anführer des gefürchteten Los Zetas-Kartells, Miguel Ángel Treviño und Omar Treviño, bekannt unter ihren Pseudonymen Z-40 und Z-42.

Rafael Caro Quintero, der in den 1980er Jahren als „Drogenboss der Drogenbosse“ bekannt war, liegt im Hauptfokus der USA. Ihm wird vorgeworfen, den Mord an Enrique 'Kiki' Camarena, einem Agenten der US-amerikanischen Drogenbehörde DEA, angeordnet zu haben. Nach einer Freilassung im Jahr 2013 wegen angeblicher Verfahrensfehler tauchte Caro Quintero unter, bis er 2022 erneut verhaftet wurde. Die USA hatten ein hohes Kopfgeld auf seine Ergreifung ausgesetzt.

Gleichzeitig finden in Washington hochrangige Gespräche zwischen mexikanischen und US-amerikanischen Beamten statt, in der Hoffnung, die von Präsident Trump angedrohten Handelszölle noch abzuwenden. Trump plant, die Zölle am 4. März auf Waren aus Mexiko und Kanada zu erheben, wobei er auf die weiterhin hohe Drogenflut aus diesen Ländern hinweist.