Rechtliche Schlappe im Markenstreit
Der Fast-Food-Gigant McDonald's erlitt vor dem Gericht der Europäischen Union einen herben Rückschlag im langjährigen Markenstreit mit der irischen Schnellrestaurantkette Supermac's.
Die Richter entschieden, dass der Schutz der Marke "Big Mac" nicht für Geflügelprodukte und bestimmte Dienstleistungen wie Franchise-Restaurants und Drive-In-Einrichtungen gilt.
Die Details des Gerichtsurteils
McDonald's, bekannt für seine Rindfleischburger "Big Mac", hatte die Marke 1996 registrieren lassen. Doch die Versuche, die Markennutzung auf Geflügelprodukte auszudehnen, wurden von den europäischen Richtern blockiert.
Das Gericht hob die vorherige Entscheidung des Europäischen Amtes für geistiges Eigentum (EUIPO) auf, das McDonald's noch partiellen Schutz gewährte, und argumentierte, der Konzern habe nicht ausreichend nachgewiesen, dass die Marke für Geflügelprodukte tatsächlich ernsthaft verwendet wurde.
Mangelnde Belege für Markennutzung
Die Richter kritisierten, dass McDonald's es versäumt habe, überzeugende Belege wie Verkaufszahlen oder spezifische Marketingaktivitäten vorzulegen, die eine ernsthafte Nutzung der Marke "Big Mac" für Geflügelprodukte belegen würden.
Dieses Versäumnis führte zu einer bedeutenden Einschränkung der Markenrechte des Fast-Food-Riesen.
Mögliche Auswirkungen Geschäft
Das Urteil könnte weitreichende Konsequenzen für McDonald's haben, insbesondere im Hinblick auf seine Franchise-Unternehmen und Drive-In-Dienstleistungen.
Die Einschränkung des Markenschutzes stellt eine strategische Herausforderung für das Unternehmen dar und könnte die Art und Weise beeinflussen, wie Markenrechte in der Gastronomiebranche gehandhabt werden.
McDonald's-Aktie trotzt rechtlicher Niederlage
Trotz der rechtlichen Niederlage zeigte sich der Aktienmarkt von einer widerstandsfähigen Seite. Die Aktie von McDonald's verzeichnete an der New Yorker Börse zeitweise einen Rückgang, erholte sich jedoch wieder, ein Beweis für das anhaltend starke Vertrauen der Investoren in die Marktposition und das Geschäftsmodell des Unternehmens.
Doch das endgültige Kapitel in diesem Rechtsstreit könnte erst geschrieben werden, wenn McDonald's beschließt, Berufung beim Europäischen Gerichtshof einzulegen, um sein Recht auf den berühmten "Big Mac" Namen vollumfänglich zu verteidigen.