In einer prägnanten Videokonferenz informierte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die Staats- und Regierungschefs der EU über seine jüngsten Gespräche mit dem US-Präsidenten Donald Trump. Die Veranstaltung, die rund 30 Minuten dauerte, bot auch Raum für einen kurzen Austausch mit Fragen und Antworten. EU-Beamte in Brüssel organisierten die Schalte am Mittwochvormittag und beschrieben sie als wertvollen Beitrag, um die Position der EU im globalen Dialog zu stärken. Details zu den vertraulichen Gesprächen blieben vorerst unter Verschluss. Allerdings äußerte sich EU-Ratspräsident António Costa optimistisch und nannte den Austausch einen bedeutenden Schritt in der Vorbereitung des EU-Sondergipfels am 6. März. Im Fokus sollen dabei die Beschlüsse zur Unterstützung der Ukraine und zur Stärkung der europäischen Verteidigung stehen. Der Hintergrund dieser diplomatischen Anstrengungen ist die Neuausrichtung der US-Ukraine-Politik. Dieses Vorhaben der USA strebt an, sowohl den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj als auch Kreml-Chef Wladimir Putin zu Verhandlungen über eine Kriegsbeendigung zu bewegen. Zudem wird den Europäern die Verantwortung zugeschrieben, diese Bemühungen abzusichern und einen potenziellen Friedensdeal zu flankieren. Macron hatte am Montag das Privileg, als erster europäischer Staatschef in der zweiten Amtszeit Trumps im Weißen Haus empfangen zu werden. In den Gesprächen drängte Macron nachdrücklich darauf, dass die Europäer, die bei den jüngsten amerikanisch-russischen Gesprächen übergangen wurden, künftig stärker in den internationalen Dialog einbezogen werden.
Politik
Macron informiert EU über Gespräche mit Trump: Frankreichs Präsident als Botschafter der europäischen Interessen
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