04. April, 2025

Wirtschaft

KKR zieht sich aus Übernahmeangebot für Gerresheimer zurück.

Das Interesse an einer Übernahme des Verpackungsspezialisten Gerresheimer zieht weiterhin weite Kreise in der Finanzwelt, jedoch hat sich das Feld der potenziellen Käufer zuletzt erheblich verkleinert. Wie aus aktuellen Berichten hervorgeht, hat die Beteiligungsgesellschaft KKR beschlossen, das gemeinsam mit Warburg Pincus gebildete Bieterkonsortium zu verlassen. Diese Entwicklung, die über den Finanzdienst Bloomberg an die Öffentlichkeit gelangte, stützt sich auf Aussagen gut informierter Kreise.

Bereits im März gab es erste Anzeichen dafür, dass sich einige Interessenten aus dem Übernahmerennen zurückgezogen haben. Gegenwärtig scheint Warburg Pincus der einzige ernsthafte Bewerber zu sein, der seine Pläne zur Übernahme von Gerresheimer weiterverfolgt. Allerdings unterstreicht Bloomberg, dass die Entscheidungsfindung nach wie vor im Gange ist, und es keine Gewissheit darüber gibt, ob es letztlich zu einem erfolgreichen Abschluss kommen wird. Weder KKR noch Warburg Pincus haben bislang eine offizielle Stellungnahme zu den jüngsten Entwicklungen abgegeben, und auch Gerresheimer war für Anfragen bezüglich eines Kommentars nicht unmittelbar erreichbar.

Gerresheimer blieb in der Vergangenheit immer wieder im Fokus von Spekulationen über das Interesse finanzieller Investoren. Ein Grund dafür könnte die Möglichkeit einer strategischen Aufspaltung in verschiedene Geschäftsbereiche sein, die laut Marktbeobachtern zu einem signifikanten Wertzuwachs des Unternehmens führen könnte. Das Unternehmen produziert nicht nur Glasbehälter für die Kosmetikbranche, sondern ist auch auf hoch spezialisierte Verpackungen für die Medizin sowie auf Systeme zur Arzneimittelverabreichung spezialisiert.

Ein weiterer Aspekt, der das Investoreninteresse anzustacheln scheint, ist die geplante Übernahme des italienischen Unternehmens Bormioli Pharma, die voraussichtlich bis Ende 2024 abgeschlossen sein soll. Diese Akquisition könnte eine Neuausrichtung des Behälterglasgeschäfts ermöglichen und dessen Integration in den Gerresheimer-Konzern stärken. Trotz der Verwerfungen auf dem Markt blieben die Anleger gelassen: Während sich der Aktienkurs zunächst nach unten bewegte, erholte er sich rasch und erreichte beinahe sein vorheriges Niveau.