03. April, 2025

Politik

Israelische Streitkräfte verschärfen Militäreinsatz im Gazastreifen.

Israels Verteidigungsminister, Israel Katz, hat die Intensivierung militärischer Operationen im Gazastreifen angekündigt. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Region von bewaffneten Gruppierungen und deren Infrastruktur zu säubern. Ein zentraler Bestandteil dieser Strategie ist die Errichtung sogenannter "Sicherheitszonen" innerhalb der neu eroberten Gebiete. Um diese Zielsetzung zu unterstützen, wurden zusätzliche Militäreinheiten in den Süden des Gazastreifens verlegt, um die laufenden Offensiven zu verstärken.

In der Zwischenzeit berichten palästinensische Medien von einem Luftschlag im Gebiet Dschabalija, bei dem eine Klinik der UNRWA getroffen wurde. Bei diesem Vorfall kamen mindestens 19 Personen ums Leben, darunter neun Minderjährige. Die israelischen Streitkräfte erklärten hingegen, dass der Angriff gezielt auf ein Hamas-Kommandozentrum abzielte, das für die Koordination von Angriffen genutzt worden sei. Trotz der Vorfälle betont das israelische Militär, dass Maßnahmen unternommen worden seien, um potentielle Schäden an zivilen Einrichtungen zu minimieren und die Sicherheit der Zivilbevölkerung zu gewährleisten.

Katz rief parallel dazu die Bevölkerung des Gazastreifens auf, aktiv gegen die Herrschaft der Hamas aufzustehen, um Frieden zu erlangen und die Freilassung von Geiseln zu ermöglichen. Zudem stellte der Verteidigungsminister die Möglichkeit der dauerhaften Übernahme von Territorien in Aussicht, falls die Hamas nicht bereit sei, die Gewalt zu beenden. In diesem Zusammenhang sind aktuell Proteste innerhalb des Gazastreifens gegen die Hamas-Regierung eruierbar, insbesondere in der Stadt Rafah, wo eine erneute Massenflucht verzeichnet wird, nachdem die israelische Armee eine Evakuierungsforderung ausgesprochen hat.

Trotz der im Januar in Kraft getretenen Waffenruhe wurden im März die militärischen Angriffe fortgesetzt, da keine Einigung mit der Hamas erzielt werden konnte. Die israelische Armee plant nun, ihre Bodenoffensive auf weitere Teile von Rafah auszuweiten, um eine Sicherheitszone an den Grenzgebieten zu etablieren.

Unterdessen gelang es, eine Gruppe deutscher Staatsbürger aus dem Gazastreifen zu evakuieren. Laut dem Auswärtigen Amt wurden 19 Deutsche und ihre Angehörigen in Zusammenarbeit mit Israel über den Grenzübergang Kerem Schalom ausgebracht. Ein Charterflugzeug transportierte die Evakuierten von einem israelischen Flughafen nach Deutschland. Allgemein gestaltet sich die Ausreise aus dem Gazastreifen als herausfordernd, besonders für die einheimischen Bewohner, die weiterhin unter großen Unsicherheiten leben.