Die humanitäre Lage im Gazastreifen spitzt sich zu: Laut UNICEF-Sprecher James Elder herrscht unter Kindern und Jugendlichen eine verzweifelte Atmosphäre, mit Träumen von lebensnotwendigen Nahrungsmitteln bis hin zu erschütternden Todeswünschen. Abgemagerte Kinder und überfüllte Brutkästen in den Krankenhäusern zeichnen ein Bild größter Not. Elder beschrieb die Krise als ein "menschengemachtes" Problem, da eine Vielzahl an Hilfsgütern nicht in den Gazastreifen gelassen wird, obwohl diese an den Grenzen warten.
UNRWA berichtet von einer Blockadehilfsgüter durch Israel, was die Verteilung von Nahrungsmitteln und lebenswichtiger Unterstützung betrifft. Elder appellierte an die israelischen Behörden, die Grenzübergänge zu öffnen, um eine rasche Lösung der Hungerkrise zu erreichen. Eine israelische Militärbehördenvertreterin widersprach der Darstellung; ihrer Aussage nach sei der Engpass in Gaza selbst zu suchen, da die dortigen Akteure die Materialien nicht effektiv verteilen könnten. Dem entgegnet das UN-Nothilfebüro OCHA, dass Israel als Konfliktpartei die Pflicht habe, die ungehinderte Verteilung von Nahrungsmitteln sicherzustellen.
Die sanitäre Situation spiegelt die Ausmaße der Krise wider: Ein einziges WC für 800 Menschen in Rafah, weit entfernt von internationalen Standards, die in Katastrophensituationen ein WC für 20 Personen als Mindestmaß fordern.