04. April, 2025

Märkte

Handelskonflikt verursacht Volatilität an den Finanzmärkten

Der kürzlich von US-Präsident Donald Trump initiierte Schritt, weitreichende Zölle zu erheben, hat erhebliche Auswirkungen auf die deutschen Finanzmärkte. Insbesondere der DAX-Index gerät aufgrund der damit verbundenen wirtschaftlichen Unsicherheiten erheblich unter Druck. Die vom Broker IG veröffentlichte Indikation veranschaulicht einen Rückgang um 1,9 Prozent, was den Leitindex erneut unter die symbolträchtige 22.000-Punkte-Marke fallen lässt. Damit erreicht der DAX den niedrigsten Stand seit Februar dieses Jahres. Inmitten dieser angespannten Lage ziehen es Anleger vor, in traditionelle Sicherheitsanlagen wie Gold und Staatsanleihen zu investieren.

Bereits seit mehreren Wochen hatte Präsident Trump ein umfangreiches und in seiner Dimension beispielloses Zollpaket angedroht, das nun offiziell vorgestellt wurde und die Erwartungen der Händler auf den Kopf stellt. Dies führt auch an den US-Märkten zu beträchtlichen Verlusten, wobei für den Dow Jones Industrial ein Rückgang von zwei Prozent und für den Nasdaq 100 ein Minus von über drei Prozent vorhergesagt wird.

Ab dem kommenden Samstag tritt eine umfassende Zollregelung in Kraft, die Importe aus sämtlichen Ländern mit einem zehnprozentigen Aufschlag belegt. Zusätzlich wird diese Maßnahme durch einen komplexen Mechanismus wechselseitiger Zölle ergänzt, was für viele Staaten höhere Abgaben zur Folge hat. Für die Europäische Union bedeutet dies insbesondere, dass ab der nächsten Woche alle Exportgüter mit einem Zoll von 20 Prozent belegt werden, sobald sie die US-Grenzen passieren.

Der Marktanalyst Thomas Altmann von QC Partners kommentiert die Situation mit dem Bild, dass vom Freihandel am für Amerikaner symbolträchtigen Tag der Befreiung nur wenig übrig bleibt. Er sagt weltweite negative Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum voraus. In den kommenden Wochen werden Verhandlungen und potenzielle Kompromisse im Mittelpunkt stehen, auch wenn deren Ergebnisse noch ungewiss sind. Weiterhin wird debattiert, wie die betroffenen Staaten und die internationale Gemeinschaft auf diese protektionistische Handelspolitik reagieren werden, um mögliche Schäden für die globale Wirtschaft zu minimieren.