06. April, 2025

Politik

Frankreich verkündet entschlossene Maßnahmen als Reaktion auf US-Importzölle

Die französische Regierung hat konkrete Gegenmaßnahmen als Reaktion auf die von US-Präsident Donald Trump initiierten Strafzölle angekündigt. In einer Erklärung unterstrich Regierungssprecherin Sophie Primas die Entschlossenheit Frankreichs, zusammen mit der Europäischen Union auf den Handelskonflikt mit den Vereinigten Staaten zu reagieren. "Wir sind auf diesen Handelskrieg vorbereitet", betonte Primas in einem Interview mit dem Rundfunksender RTL und hob das Kräfteverhältnis zwischen den betroffenen Nationen als entscheidenden Einflussfaktor hervor.

Geplant ist, dass Mitte April erste Gegenmaßnahmen ergriffen werden, die eine direkte Reaktion auf die amerikanischen Zölle auf Aluminium und Stahl darstellen sollen. Diese Maßnahmen werden von einem weiteren Satz von Gegenmaßnahmen Ende April gefolgt, der umfassend auf eine Vielzahl von US-Produkten und -Dienstleistungen abzielt. Während konkrete Details zu den betroffenen Zöllen und Produkten noch in Diskussionen innerhalb der Europäischen Union erörtert werden, ist klar, dass Einigkeit und Entschlossenheit innerhalb der EU von entscheidender Bedeutung sind, um in diesem Handelsstreit eine starke Position zu vertreten.

Zu den möglichen Maßnahmen zählen auch Steuermaßnahmen gegen große Technologieunternehmen. Zu den in den Betracht gezogenen Unternehmen gehören bekannte Giganten wie Google, Amazon, Facebook, Apple und Microsoft. Präsident Emmanuel Macron hat für den Nachmittag Gespräche mit Vertretern dieser Branchen angesetzt, um die potenziellen Auswirkungen der amerikanischen Zölle zu erörtern und über den zukünftigen Kurs im Handelskonflikt zu beraten. Diese Konsultationen sollen nicht nur dazu dienen, die unmittelbaren wirtschaftlichen Auswirkungen abzuwägen, sondern auch grundlegende strategische Schritte zur Wahrung der wirtschaftlichen Interessen Europas zu diskutieren.