23. Februar, 2025

Grün

Flughafenausbau Leipzig/Halle: Umweltverbände setzen Klagen fort

Flughafenausbau Leipzig/Halle: Umweltverbände setzen Klagen fort

Der Ausbau des Flughafens Leipzig/Halle gerät weiter unter rechtlichen Beschuss. Der Umweltverband BUND sowie weitere Kläger haben fristgerecht ihre umfangreichen Klagebegründungen eingereicht und machen damit ihr Unbehagen gegen den Planfeststellungsbeschluss der Landesdirektion Sachsen deutlich. Das sächsische Oberverwaltungsgericht in Bautzen bestätigte, dass die Klagen, deren Gesamtzahl sich auf zehn beläuft, formal begründet worden sind. Zu den Klägern zählen nicht nur die BUND-Landesverbände beider Bundesländer Sachsen und Sachsen-Anhalt, sondern auch die Stadt Schkeuditz, vier ortsansässige Geschäftsleute und drei Privatpersonen. Im Fokus steht die Frage, ob der geplante Ausbau im Einklang mit bestehenden Klima-, Natur- und Umweltschutzgesetzen steht. Allein der BUND hat eine akribisch ausgearbeitete 400-seitige Klageschrift vorgelegt. Als nächste Instanz hat nun die Landesdirektion Sachsen die Möglichkeit, zum Sachverhalt Stellung zu nehmen. Ein konkreter Zeitrahmen für das gesamte Verfahren existiert jedoch nicht. Die Erweiterung des Flughafens war im Vorjahr genehmigt worden und sieht Investitionen in Höhe von 500 Millionen Euro durch die Mitteldeutsche Flughafen AG vor. Geplant ist, die Kapazitäten für den Frachtumschlag erheblich zu erhöhen, da der Flughafen als zweitgrößter Frachtumschlagplatz in Deutschland eine zentrale Rolle spielt. Auch DHL Express hat Expansionsabsichten am Standort. Jedoch konnte das Frachtaufkommen in den Jahren 2023 und 2024 keinen Zuwachs verzeichnen, wie die Mitteldeutsche Flughafen AG angab. Beide Jahre verzeichneten jeweils ein Umschlagsvolumen von rund 1,4 Millionen Tonnen Fracht.