04. April, 2025

Politik

Exklusiv im Handelsblatt: Trumps Zollstrategie setzt Tiktok als zentrales Verhandlungsinstrument ein

In einem jüngsten diplomatischen Vorstoß hat der Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, signalisiert, dass er offen für Verhandlungen sei, nachdem er ein umfassendes Zollpaket vorgestellt hat. Diese Entwicklung unterstreicht Trumps feinsinnige Strategie als Geschäftsmann im Oval Office, wobei er explizit betonte, dass er nur bereit ist, solche Gespräche zu führen, sofern sie zu einem vorteilhaften Abschluss für die USA führen.

Die zentrale Botschaft des Präsidenten lautet, dass ein Deal nur dann realisiert wird, wenn die Gegenpartei einen signifikanten Beitrag zur Lösung leiste. Diese Haltung zielt darauf ab, die Verhandlungsposition der Vereinigten Staaten zu festigen und die internationalen Handelsbeziehungen strategisch zugunsten amerikanischer Interessen zu gestalten.

Besondere Aufmerksamkeit innerhalb dieser Strategie erhält derzeit die beliebte Kurzvideo-Plattform TikTok. Gemäß bestehender US-amerikanischer Gesetzgebung sollte die App seit dem 19. Januar nicht mehr im Besitz des chinesischen Tech-Unternehmens ByteDance sein. Andernfalls drohte die Abschaltung der Plattform in den Vereinigten Staaten. Doch Präsident Trump hat eine sogenannte Gnadenfrist von 75 Tagen gewährt, die bis zum 5. April wirksam bleibt. Diese zeitliche Verlängerung gibt Spielraum für mögliche Verhandlungen über die künftige Eigentümerschaft der App.

Während eines Gesprächs an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One hob Trump hervor, dass China möglicherweise zu einer Einigung im Zusammenhang mit TikTok bereit sei, insbesondere als Teil der laufenden Gespräche über die Handelszölle. Er unterstrich, dass die verhängten Zölle die Dynamik der internationalen Handelsgespräche spürbar verändert haben – von anfänglichem Widerstand zu einer nun messbaren Bereitschaft für umfassende Zugeständnisse seitens der Verhandlungspartner der USA.

Diese Einschätzung wird von Regierungsvertretern geteilt, die den nicht verhandelbaren Charakter der Zölle betonten. Zudem bleiben Diskussionen über die Rückführung von Produktionsstätten in die Vereinigten Staaten relevant. Präsident Trump machte deutlich, dass Unternehmen, die sich für eine solche Rückverlagerung entscheiden, von den auferlegten Zöllen befreit würden. Eine Übergangspause wurde in Aussicht gestellt, die Unternehmen dabei unterstützen soll, diesen Transformationsprozess erfolgreich umzusetzen.