28. Februar, 2025

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Europas Autozulieferer unter Druck: Forvia und Valeo brechen ein

Europas Autozulieferer unter Druck: Forvia und Valeo brechen ein

Die europäischen Automobilzulieferer Forvia und Valeo erlebten am Freitag unerwartete Rückschläge an der Börse in Paris. Die Aktien der beiden französischen Unternehmen stürzten nach der Veröffentlichung von Geschäftszahlen und Prognosen gravierend ab, wobei Forvia 20 Prozent und Valeo 13 Prozent ihres Wertes verloren. Diese Entwicklung beendete eine zuvor positive Phase für beide Unternehmen, in denen die Forvia-Aktie einen Höchststand seit Sommer 2024 erreichte und Valeo kürzlich ähnliche Erfolge verzeichnen konnte. Die Anleger nutzten die Gelegenheit, um Gewinne einzustreichen. Ursache für die Schwäche waren bei Forvia enttäuschende Unternehmensziele und die Entscheidung, keine Dividende auszuzahlen, was das Unternehmen zusätzlich belastete. Auch das schwierige Branchenumfeld in Zeiten von Handelsstreitigkeiten wirkte sich negativ aus. Eine Aussage von Valeos CEO Christophe Perillat über die Auswirkungen der US-Zölle auf Stahl und Aluminium verstärkte die Unsicherheit. Trotz ordnungsgemäßer Jahresabschlüsse der beiden Unternehmen äußerten Analysten Bedenken. Stephen Reitman von Bernstein Research kritisierte insbesondere Forvias zurückhaltende Prognose für Umsätze und operatives Ergebnis, die unter den Erwartungen lag. Im Vergleich dazu wirkten die Ziele des Konkurrenten Valeo optimistischer. Auch in Deutschland spiegelten die Marktbewegungen diese Herausforderungen wider. Die Aktien von Continental folgten ihren französischen Kollegen mit einem Rückgang von 1,7 Prozent, während die der Forvia-Tochter Hella um ein moderateres ein Prozent nachgaben. Schaeffler-Aktien verloren ebenfalls etwa drei Prozent. Der gesamte europäische Automobilsektor litt weiter unter der Handelspolitik der USA, was der Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts mit einem temporären Verlust von 1,5 Prozent bekräftigte. Dies setzte den Abwärtstrend fort, der durch die Ankündigung von US-Zöllen in Höhe von 25 Prozent auf Autoimporte am Vortag ausgelöst worden war.