Am Freitag zeigte sich der Euro stabil und konnte somit die signifikanten Kursgewinne des Vortages bewahren, die durch eine umfassende Schwäche des US-Dollars unterstützt wurden. Die europäische Gemeinschaftswährung notierte am Morgen bei 1,1058 US-Dollar, was auf die Abwertung des Dollars infolge eines neu angekündigten US-Zollpakets zurückzuführen ist. Dieses umfassende Paket richtet sich nahezu gegen alle Handelspartner der Vereinigten Staaten und hatte den Euro von seinem vorherigen Wert von 1,08 US-Dollar auf das aktuelle Niveau angehoben.
Die Dekabank äußerte sich zu den aktuellen Entwicklungen an den Finanzmärkten und stellte fest, dass die Reaktion der Kapitalmärkte auf die angekündigten US-Importzölle nicht panisch, aber dennoch deutlich war. Diese von US-Präsident Donald Trump angekündigten Zölle führten zu einem merklichen Rückgang der Renditen von US-Staatsanleihen, was zusätzlichen Druck auf den US-Dollar ausübte. Die Analysten betonen, dass dieser Druck die Attraktivität des Dollars für Investoren mindert und somit auch die Wechselkurse beeinflusst.
Im Laufe der Woche richtet sich die Aufmerksamkeit der Investoren auf dem Devisenmarkt zunehmend auf die bevorstehenden Konjunkturdaten. Im besonderen Fokus steht der US-Arbeitsmarktbericht für den Monat März, dessen Veröffentlichung am Nachmittag erwartet wird. Die Daten aus diesem Bericht haben maßgebliche Bedeutung für die künftige US-Geldpolitik. Ein deutlicher Anstieg der Beschäftigungszahlen könnte die bestehenden Konjunktursorgen in den USA mildern, selbst vor dem Hintergrund der anhaltenden Unsicherheit durch die neuen Zollmaßnahmen, deren Auswirkungen bereits im März bemerkbar waren. Das Augenmerk der Finanzmärkte liegt nun darauf, wie sich diese wirtschaftlichen Indikatoren auf die geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank auswirken werden.