Der Euro hat im US-Handel am Donnerstag eine regelrechte Berg- und Talfahrt hingelegt: Zunächst stieg der Kurs der Gemeinschaftswährung deutlich über die Marke von 1,08 US-Dollar, nur um sich im weiteren Handel wieder unter diese Grenze zu bewegen. Eine Stunde vor dem Ausklang an der Wall Street wurde der Euro mit 1,0796 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,0785 Dollar festgelegt, nahezu unverändert zum Vortag. Befeuert wurde diese Schwankung durch die jüngsten Zollsatzankündigungen des US-Präsidenten, die den Handelskonflikt weiter zuspitzten. Mit Zöllen von 25 Prozent auf alle Autoimporte hat Donald Trump die Unsicherheit an den Märkten erneut angefacht. Die Europäische Union hat signalisiert, dass sie entschlossen reagieren wird, sollte Washington an diesen Plänen festhalten. Dennoch bleibt unklar, ob der Präsident eventuell umschwenken könnte – sein Desinteresse an weiteren Verhandlungen verheißt jedoch wenig Gutes. In den USA wächst angesichts der unnachgiebigen Zollpolitik die Sorge vor einer wirtschaftlichen Abkühlung, so die Analysen der Landesbank Hessen-Thüringen. Diese Skepsis wird durch diverse Frühindikatoren gestützt, die zuletzt schwächelten. Dennoch scheint der Arbeitsmarkt derzeit robust genug, denn die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind etwas zurückgegangen.
Wirtschaft
Euro legt auf und ab: Die Achterbahnfahrt der Gemeinschaftswährung
