Am Donnerstag setzte der Euro seine Abwärtsbewegung fort und fiel im New Yorker Handel auf 1,0850 US-Dollar. Damit entfernte sich die Gemeinschaftswährung weiter von ihrem vorherigen Wochenhoch. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs für den Euro am selben Tag auf 1,0833 Dollar festgelegt, was einem Anstieg des Dollarkurses gegenüber dem Euro entspricht.
EZB-Präsidentin Christine Lagarde äußerte sich zurückhaltend und vermied klare Aussagen über zukünftige Zinsschritte der Notenbank. Sie verwies auf die erhöhte Unsicherheit, die durch die unklare Zollpolitik verursacht wird, und betonte, dass es derzeit schwierig sei, feste Versprechen hinsichtlich der Zinspolitik zu geben. Diese Unsicherheiten belasten den Euro, auch wenn der Bundestag in Deutschland kürzlich ein Finanzpaket verabschiedet hat, das der Währung zuvor Auftrieb verliehen hatte.
Jordan Rochester sieht die Unsicherheiten im Handelsstreit zwischen der EU und den USA sowie nachlaufende Konjunkturdaten als kurzfristige Belastungen für den Euro. Trotz politischer Maßnahmen zur Stabilisierung des Marktes scheinen die Einflussfaktoren aus der internationalen Handelspolitik schwerer zu wiegen.