Die Europäische Union plant, ihre Abhängigkeit von russischen fossilen Brennstoffen entscheidend zu verringern. EU-Kommissar Dan Jørgensen betont, dass der Kauf von Energie aus Russland untragbar sei, da er indirekt militärische Konflikte finanziere. Eine eindrückliche Analogie: Seit dem Konfliktbeginn hat die EU Geldbeträge für russische Energie bezahlt, die den Kosten von 2400 F-35-Kampfjets entsprechen würden. Diese hohe finanzielle Belastung will Brüssel bald beenden.
Jørgensen betont, dass die Abkehr von Energiebezügen aus autoritären Regimen wie Russland eine beschlossene Sache sei. Ein umfassender Fahrplan zur Beendigung dieser Abhängigkeiten ist in Arbeit. Dazu zählt auch die verstärkte Zuwendung zum Import von Flüssigerdgas (LNG) aus den Vereinigten Staaten.
Diese strategische Ausrichtung erfolgt unter Berücksichtigung der geopolitischen Realitäten: Jørgensen stellt klar, dass die EU keine spezielle Vereinbarung mit der ehemaligen Trump-Regierung suche, da solche Geschäfte autonom auf dem Markt gehandhabt werden. Die USA bleiben trotz allem ein wesentlicher Partner, doch die EU hat erkannt, dass sie nicht mehr allein auf deren Schutz zählen kann.