05. April, 2025

Märkte

Erneute Handelskonflikte verursachen Unsicherheiten an den Finanzmärkten

Die finanzielle Instabilität, die sich infolge der jüngsten Eskalationen im von Donald Trump initiierten Handelskonflikt manifestiert hat, zeigt sich deutlich an den internationalen Finanzmärkten. Der DAX, als deutscher Leitindex, verzeichnete am vergangenen Freitag einen erheblichen Rückgang, indem er mit einem Minus von 4,95 Prozent auf 20.641,72 Punkte schloss. Parallel dazu erlebte der MDAX einen noch gravierenderen Einbruch von 5,46 Prozent. Bereits in den vorherigen Wochen musste der DAX Verluste hinnehmen, doch das gegenwärtige wöchentliche Minus von über acht Prozent stellt den größten Verlust seit dem russischen Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022 dar. Im Jahr 2025 zeigt sich, dass das zuvor erzielte nennenswerte Jahresplus massiv geschrumpft ist, was zu einer wachsenden Unsicherheit unter den Marktakteuren führt.

Die Marktanalysten der DZ Bank, unter Leitung von Sören Hettler, machen auf die zunehmende Flucht der Investoren in sichere Häfen aufmerksam. Die Ankündigung seitens Pekings, hohe Zölle auf US-Importe zu erheben und die Exportkontrollen auf seltene Erden zu verschärfen, hat die Sorge vor einer globalen Eskalation intensiviert. Auch der EuroStoxx 50 erlebte am Freitag einen Rückgang um 4,6 Prozent, der ihn auf das Niveau von knapp vor den Weihnachtsfeiertagen zurückwarf.

Dieses Phänomen der Unsicherheit wurde auch durch positive Arbeitsmarktdaten aus den USA nicht gemildert, da die internationalen Börsenrückgänge weiterhin bestehen blieben. Der Dow Jones fiel um 3,4 Prozent, während der technologielastige Nasdaq 100 nahezu 20 Prozent seines Wertes seit dem Rekordhoch im Februar eingebüßt hat, womit er sich gefährlich nahe an einem Bärenmarkt befindet. Laut Hettler könnte eine deutliche Verhandlungsbereitschaft der US-Regierung zu einer Beruhigung der Märkte beitragen. Ansonsten sind zusätzliche Verluste durchaus im Bereich des Möglichen.

Besonders betroffen von diesem Abwärtstrend waren zyklische Aktien, einschließlich jener aus den Bank- und Industriesektoren. Die Deutsche Bank erlebte einen Rückgang von fast 10 Prozent, während Infineon im Technologiesektor um 7,1 Prozent absackte. Auch der MDAX musste deutliche Verluste hinnehmen: Die Aktien von Gerresheimer fielen um dramatische 14,5 Prozent, da ein geplatzter Übernahmeversuch die Anzahl der potenziellen Bieter reduzierte. Im Gegensatz dazu konnten sich die Aktien von Redcare trotz der allgemeinen Marktschwäche vergleichsweise stabil halten.