03. April, 2025

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Erdbeben in Niedersachsen im Zusammenhang mit Erdgasförderung registriert

Am Dienstag hat ein bedeutendes Erdbeben die Region zwischen Oldenburg und Cloppenburg erschüttert. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) gab bekannt, dass das Beben eine Lokalmagnitude von 3,2 erreichte. Es wird vermutet, dass die Erschütterung durch die Erdgasförderung in der Nähe von Wardenburg ausgelöst wurde. Das Ereignis stellt das stärkste aufgezeichnete Beben in dieser Region dar.

Das Epizentrum des Bebens befand sich in unmittelbarer Nähe von zwei Erdgasfeldern und war in einem Umkreis von rund 15 Kilometern deutlich wahrnehmbar. Viele Anwohner berichteten von leichten Sachschäden. Das LBEG forderte die betroffene Bevölkerung auf, einen bereitgestellten Fragebogen auszufüllen, um ihre Beobachtungen und erlittenen Schäden zu erfassen. Die gesammelten Daten sollen dazu beitragen, das Epizentrum präzise zu bestimmen und die Auswirkungen des Bebens gründlicher zu analysieren.

Bereits seit den 1960er Jahren wird in der Region Hengstlage Erdgas gefördert, was zu Spannungen im Untergrund führt. Diese Spannungen entladen sich oft abrupt, was die beobachteten Erdbeben verursacht. Im Fokus steht insbesondere das Förderunternehmen ExxonMobil, das als zuständige Stelle für etwaige Schäden angeführt wird.

Erdbeben in Niedersachsen sind nicht ungewöhnlich, wie vergangene Ereignisse belegen. Im März des vergangenen Jahres ereignete sich ein Beben bei Syke mit einer Magnitude von 3,6. Das bisher stärkste Beben der Region fand im Jahr 2004 bei Rotenburg/Wümme statt und erreichte eine Magnitude von 4,5. Fachleute weisen darauf hin, dass Erschütterungen ab einer Magnitude von 1,9 bis 2,0 bereits von Menschen wahrgenommen werden können.

Dieses jüngste Ereignis unterstreicht die Notwendigkeit für kontinuierliche Untersuchungen und Überwachung der geologischen Aktivität in der Region. Es bleibt abzuwarten, welche langfristigen Maßnahmen von den zuständigen Stellen in Hinsicht auf Erdgasförderung und geologische Sicherheit ergriffen werden, um die Risiken für die lokale Bevölkerung zu minimieren und zukünftigen Ereignissen vorzubeugen.