Der jüngst gewählte Wahlsieger der deutschen Union, Friedrich Merz, hat sich im Pariser Élysée-Palast mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron zu einer bedeutenden Unterredung getroffen. In einer Atmosphäre, die von Freundschaft und Übereinstimmung geprägt war, bekundeten beide Politiker ihren Willen, die deutsch-französischen Beziehungen zu vertiefen und gemeinsam an großen Vorhaben für Europa zu arbeiten. Merz nutzte seine erste Auslandsreise nach dem Wahlsieg, um ein starkes Zeichen der Zusammenarbeit zu setzen.
Trotz der intensiven Diskussionen blieben konkrete Details zur Gesprächsagenda vorerst ungenannt. Auch von französischer Seite gab es keinen offiziellen Kommentar. Merz jedoch zeigte sich optimistisch und bedankte sich auf der Social-Media-Plattform X bei Macron für dessen Freundschaft und Vertrauen. Der CDU-Vorsitzende ist nicht nur politisch, sondern auch persönlich mit Frankreich verbunden, spricht die Sprache fließend und hat viele Zeit in verschiedenen Regionen wie der Auvergne verbracht.
Das Treffen fand unter dem Eindruck des Richtungswechsels der US-amerikanischen Ukraine-Politik statt. Macron hatte zuvor in einer EU-weiten Videokonferenz seine europäischen Amtskollegen über seine Gespräche mit dem US-Präsidenten Donald Trump informiert. Ziel des EU-Sondergipfels am 6. März wird es sein, weitere Unterstützungsmaßnahmen für die Ukraine zu beschließen und die europäische Verteidigung zu stärken – ein Thema, das auch beim Treffen zwischen Macron und Merz einen hohen Stellenwert eingenommen haben dürfte.
In der Hintergrundkulisse dieser Gespräche steht die Absicht der US-Regierung, die Verantwortung für mögliche Friedensverhandlungen in der Ukraine auf Europa zu verlagern. Präsident Trump hatte Macron erst kürzlich als ersten europäischen Staatschef in dieser Amtszeit im Weißen Haus empfangen, um über die Rolle Europas in zukünftigen Verhandlungen zu sprechen und die Einbindung der Europäer zu fördern.