Die internationalen politischen Weichenstellungen erfahren diese Woche einen weiteren Höhepunkt: Der britische Premierminister Keir Starmer setzt auf Diplomatie und Kontinuität, indem er als zweiter europäischer Spitzenpolitiker innerhalb weniger Tage die USA besucht. Auf seinem Programm steht ein Treffen mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus, das ganz im Zeichen des anhaltenden Ukraine-Konflikts und dessen geopolitischer Implikationen steht.
Bereits im Vorfeld der Reise bekräftigte Starmer, dass die Ukraine unabdingbarer Teil jeglicher Friedensverhandlungen zwischen Russland und der westlichen Welt sein müsse. Diese Aussage setzt sich von der derzeitigen US-politischen Haltung ab. Den gewählten Führer der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, verteidigt Starmer als demokratisch legitimiert, während Trump diesen als Diktator tituliert hatte. Diese unterschiedlichen Sichtweisen versprechen eine vielschichtige Verhandlungsgrundlage.
Großes Augenmerk liegt auf den zukünftigen Beziehungen zwischen Großbritannien und den USA, die Starmer als zentrales Element seiner Agenda betrachtet. Ohne auf Konfrontationskurs zu gehen, betont er die historische Rolle des Vereinigten Königreichs als Brücke zwischen Europa und den Vereinigten Staaten. Diese Rolle wolle Großbritannien auch in Zukunft bewahren und weiter ausbauen, um geopolitische Stabilität zu gewährleisten.