Der Logistikriese DHL steht vor einer herausfordernden Dekade: Die deutsche Post- und Paketsparte des Unternehmens kämpft mit rückläufigen Briefmengen und steigenden Kosten. Laut aktuellen Unternehmensangaben wird ein Wachstum des operativen Gewinns (EBIT) in diesem Segment erst nach 2030 erwartet. R
Für die kommenden Jahre plant DHL, den operativen Gewinn der Post- und Paketsparte ab 2025 auf etwa eine Milliarde Euro zu stabilisieren.
Diese Prognose basiert auf der Annahme, dass die Briefmengen weiterhin sinken, während das Paketgeschäft moderat zulegt. Dennoch rechnet das Unternehmen nicht vor 2030 mit einer Rückkehr zu echtem Gewinnwachstum in diesem Bereich.
Diese Entwicklung steht im Kontrast zu den übrigen Geschäftsbereichen von DHL, in denen bereits ab 2025 ein EBIT-Wachstum prognostiziert wird. Im laufenden Jahr peilt der Konzern einen operativen Gewinn von mindestens sechs Milliarden Euro an.
Diese Prognose berücksichtigt jedoch nicht mögliche Auswirkungen von Änderungen in der Zoll- und Handelspolitik, die sowohl negative als auch positive Effekte auf die DHL Group haben könnten.
Die Herausforderungen in der Post- und Paketsparte sind vielfältig: Der Rückgang des traditionellen Briefvolumens durch die Digitalisierung, steigende Lohnkosten und ein intensiver Wettbewerb im Paketmarkt setzen dem Unternehmen zu.
Um dem entgegenzuwirken, plant DHL Effizienzsteigerungen und Investitionen in wachstumsstarke Bereiche wie den E-Commerce und spezialisierte Logistikdienstleistungen.
Trotz der aktuellen Schwierigkeiten bleibt der Konzern optimistisch und setzt auf seine langfristige Strategie, um nach 2030 wieder auf Wachstumskurs zu gelangen. Die kommenden Jahre werden zeigen, ob die eingeleiteten Maßnahmen ausreichen, um die Post- und Paketsparte wieder profitabel zu machen.
Das könnte Sie auch interessieren:
