03. April, 2025

Politik

Deutschland verstärkt sein Engagement: Erweiterte Unterstützung für die WHO zugesagt

Die Bundesrepublik Deutschland ergreift Maßnahmen, um ihre Präsenz im internationalen Gesundheitswesen zu stärken. Im Zuge des überraschenden Rücktritts der Vereinigten Staaten aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Deutschland entschieden, das WHO-Budget mit zusätzlichen zwei Millionen Euro zu unterstützen. Diese Ankündigung wurde vom Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach in Berlin gemacht. Deutschland reagiert somit prompt auf die Entscheidung der USA, die unter der Administration von Präsident Donald Trump getroffen wurde. Dieser Austritt wird offiziell im Januar 2026 wirksam und stellt die Organisation vor erhebliche finanzielle Herausforderungen.

Historisch gesehen waren die USA der größte finanzielle Unterstützer der WHO und leisteten im Jahr 2024 einen bemerkenswerten Beitrag von 18 Prozent zu deren rund 3,4 Milliarden Dollar umfassendem Budget. Die geplante Reduzierung der Mittel stellt eine ernstzunehmende Bewährungsprobe für die WHO dar. Obwohl der zusätzliche deutsche Beitrag im Vergleich zur entstandenen Lücke eher symbolisch erscheinen mag, zeigt er Deutschlands Engagement für multinationale Zusammenarbeit und Unterstützung globaler Gesundheitsinitiativen. Die Organisation plant dennoch signifikante Einsparungen von rund 20 Prozent, um die Auswirkungen des finanziellen Rückschlags sowie Kürzungen bei der Entwicklungshilfe anderer Staaten abzumildern.

Bundesgesundheitsminister Lauterbach hob in seiner Erklärung die weitreichenden Folgen des amerikanischen Austritts hervor. "Der Austritt der Vereinigten Staaten aus der WHO gefährdet nicht nur die finanzielle Stabilität, sondern auch die multilaterale Zusammenarbeit in der globalen Gesundheitsarchitektur", so Lauterbach. Er betonte die essentielle Rolle der WHO in der weltweiten Gesundheitsüberwachung, bei der Prävention von Pandemien, der Bekämpfung von Krankheiten sowie beim gerechten Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen. Deutschlands Vorstoß könnte somit auch als Appell an andere Nationen verstanden werden, ihre Verantwortung in der internationalen Gesundheitsförderung zu übernehmen und die WHO aktiv zu unterstützen.